SPD im Kreis setzt weiter auf Frank Puchtler als Chef


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Rhein-Lahn - 70 von 71 möglichen Stimmen bei einer Enthaltung: Das Ergebnis, mit dem Frank Puchtler erneut an die Spitze des SPD-Kreisverbandes gewählt wurde, hätte kaum deutlicher ausfallen können.

 

Von Redakteur Alexander Hoffmann

 

Für den Landtagsabgeordneten aus Oberneisen war die Wiederwahl im Bad Emser Gasthaus Alt Ems eine Belohnung für viel Engagement an der Basis:

 

"Wir haben einen Kreisvorsitzenden, der extrem fleißig und extrem ansprechbar ist", lobte auch Innenminister Roger Lewentz, der die Leitung des Parteitags übernommen hatte. Zwei Mal gab es an diesem Abend noch dasselbe Spitzenergebnis: Auch Jürgen Kuhn (Kassierer) und Schriftführer Walter Ellermeyer erhielten 70 Stimmen der anwesenden Delegierten.

 

Hans-Josef Kring nicht mehr im Kreisvorstand

 

Den Vorstand komplettieren Puchtlers Stellvertreter Gisela Bertram, Michael Schnatz und Mike Weiland. Der Sozialdemokrat vom Mittelrhein ersetzt Hans-Josef Kring, der sich von diesem Posten verabschiedete.

Puchtler dankte Kring für sein langjähriges Wirken für die heimische Sozialdemokratie. Pressereferent des Kreisverbandes bleibt auch in der nächsten Wahlperiode Heiko Scheib.

Kassierer Jürgen Kuhn konnte den Delegierten verkünden, dass der Verband vor dem anstehenden Kommunalwahlkampf "finanziell zwar nicht auf Rosen gebettet ist, aber besser dasteht als beim letzten Mal."

Das Startkapital der heimischen Genossen für den Wahlkampf beziffere sich auf rund 12 000 Euro, erklärte Kuhn. Helmut Göttert bescheinigte ihm eine einwandfreie Kassenführung in den vergangenen beiden Jahren.

 

Bund soll Eingliederungshilfe übernehmen

 

Der Parteitag ging zügig und ohne kontroverse Diskussionen vonstatten. Lediglich einen Antrag berieten die Sozialdemokraten: Sie wollen darauf hinwirken, dass die sogenannte Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung künftig durch den Bund finanziert wird. Hintergrund ist, dass die SPD kritisiert, dass den Kommunen immer weniger Geld bleibe, seine vielfältigen Aufgaben wahrzunehmen.

"Dies ist durch die Belastungen der Kommunen immer weniger gewährleistet", schreibt die SPD in ihrem Antrag, der an die Bundestagsfraktion überwiesen wurde.

 

Der neue und alte Kreisvorsitzende stimmte die Genossen darauf ein, auch im Kommunalwahljahr für ein besseres Miteinander in der Politik einzustehen. Innenminister Lewentz forderte in seiner Ansprache, dass sich auch Deutschland der Flüchtlinge am Mittelmeer annehmen soll.

 

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Die Führungsspitze der Sozialdemokraten im Kreis wurde beim Parteitag weitgehend in ihren Ämtern bestätigt.
Alexander Hoffmann
Rhein-Lahn-Zeitung, 15.10.2013

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