Oberneisen und Netzbach bauen Kindergarten um


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Der Gemeinderat Oberneisen hat sich geschlossen für den Umbau der Kindertagesstätte Gänseblümchen ausgesprochen. Diesem Beschluss will sich auch der Rat in Netzbach anschließen. Das ist das Ergebnis einer gemeinsamen Sitzung der beiden örtlichen Gremien. Der Nachwuchs aus Netzbach ist ebenfalls in Oberneisen untergebracht. Die Kosten belaufen sich auf rund 15 000 Euro. „Wir werden prüfen, ob Zuschüsse des Landes beantragt werden können“, sagte Ortsbürgermeister Peter Pelk (Oberneisen). Beide Räte sehen die Investition als wichtigen Bestandteil der Infrastruktur der Gemeinden.

 

Dabei soll der jetzige Turn- in einen Multifunktionsraum umgebaut werden, wo künftig die jüngsten Kindergartenbesucher untergebracht sein werden. Da auch in Oberneisen eine starke Nachfrage an Krippenplätzen vorhanden ist, werden mit der Neugestaltung bessere Voraussetzungen für die Betreuung der Kinder unter zwei Jahren geschaffen. So erhält der neue Raum eine Schallisolierung, damit die Kinder dort in Ruhe ihren Mittagsschlaf halten können. Für das kommende Kindergartenjahr sind bereits 39 Kinder angemeldet. Darunter sind sieben unter zwei Jahre und acht Kinder unter drei Jahre alt. Der Umbau soll in den Sommerferien erfolgen, damit er zum neuen Kindergartenjahr abgeschlossen ist. Als Ausweichquartier für die Bewegungsübungen der Kinder dient die Turnhalle. Für das Außengelände ist im neuen Etat von Oberneisen die Anschaffung eines neuen Spielgeräts enthalten. Auch die sanitären Anlagen sollen auf die kleinsten Besucher ausgerichtet werden.

 

In einer sich an das gemeinsame Treffen anschließenden Sitzung des Rats in Oberneisenverabschiedete das Gremium den Haushalt für 2014. Im Ergebnishaushalt ist ein Defizit von 296 000 Euro veranschlagt, im Finanzhaushalt wird ein leichtes Plus erwartet. Die größte Investition tätigt die Gemeinde in den Ankauf eines Grundstücks, für das bereits ein Investor sein Interesse bekundet hat und das somit zum durchlaufenden Posten werden kann. 60 000 Euro sind für die Sanierung der Friedhofsmauer vorgesehen. Weiter sollen für den Bolzplatz neue Tore beschafft werden. Geplant ist auch die Instandsetzung eines Teilstücks am Wirtschaftsweg zum Hof Seiters. Für die Differenz zwischen Ein- und Auszahlungen ist im Finanzhaushalt eine Kreditermächtigung von rund 60 000 Euro vorgesehen. Offen bleibt die Reparatur des Pavillons am Aussichtspunkt über der Herbachstraße, da die Kosten noch nicht festliegen. Für das Haushaltsjahr 2013 zeichnen sich Überschüsse im Finanz- und Ergebnishaushalt ab.

 

Quelle: Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 5. März 2014, Seite 15, Uli Pohl

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