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Wie die Feuerwehr: Rennen, löschen, werben, nützen


Bild zur Meldung: Puchtler sitzt dem Haushalts- und Finanzausschuss in Mainz vor.



„Das Amt ist ein Geschenk!“ Wenn Frank Puchtler all die Möglichkeiten aufzählt, die er ergreifen möchte, wenn er zum Landrat des Rhein-Lahn-Kreises gewählt wird, strahlt er übers ganze Gesicht. Dabei hat er nicht den Eindruck, dass ihm etwas „geschenkt“ wird in diesem Wahlkampf. Doch für das Ziel, all seine sehr konkreten Vorstellungen in die Tat umsetzen zu können, kämpft Puchtler. „Ausdauernd und fair“ lautet dabei seine Maxime.

„Der Wahlkampf um das Landratsamt ist anders als der Landtagswahlkampf, den ich bisher kenne“, sagt er. Im letzteren gehe es um Sachfragen, darum, wer für die Region was am besten erreichen oder durchsetzen kann, auch um Parteipolitik. Zwar spüre er den zeitlichen Aufwand für den Wahlkampf nicht: Neben den vielfältigen politischen Aufgaben, die er fortwährend bewältigt, fällt das kaum ins Gewicht. Der Wettbewerb ums Landratsamt habe allerdings eine stärkere persönliche Komponente, das sei neu für ihn. Attacken gegen politische Konkurrenten sind nicht sein Stil. Er punktet mit Verbundenheit zu Menschen und Region, mit bereits erarbeiteten Erfolgen. Doch die Anspannung ist groß.

 

Treffen in Heimweg eingebaut

 

Sie fällt sichtlich von ihm ab, wenn er beim Treffen in Montabaur – auf dem Heimweg von einer Veranstaltung ist er der Journalistin am späten Freitagabend örtlich entgegengekommen – nach seiner Familie gefragt wird. Sohn Florian, 22 ist er, baut gerade im dualen Studium an seinem Bachelor in Finanzen. „Er macht das richtig gut. Das ist eine gute Basis, was auch immer er später einmal für einen Bereich anstrebt“, sagt Puchtler, der selbst die Akademie als Sparkassenbetriebswirt abgeschlossen hat und bei der Naspa jahrelang als Privatkunden- und Firmenberater tätig sowie gewerkschaftlich engagiert war.

Aufgewachsen ist der am 1. April 1962 geborene „Bub“ in Oberneisen auf dem Bauernhof der Großeltern. „Unter der Rundkirche wächst ein besonderer Menschenschlag heran“, ist er überzeugt: „Standhaft und sensibel.“ Weggezogen hat es ihn nie von der Aar. Und wie er in einem Drei-Generationen-Haushalt aufgewachsen ist, so leben auch heute drei Generationen im Hause Puchtler: Neben seiner Frau, dem Sohn und ihm sind das seine Eltern, beide schon deutlich über 80. Das zwanglose Zusammensein unter einem Dach genießen alle Familienmitglieder.

Ehefrau Anne, die als Pfarrsekretärin arbeitet, regelt im Puchtler'schen Haushalt alles, so schildert es ihr viel beschäftigter Gatte, der aus dem Bürgerbüro, das er zu Hause eingerichtet hat, gern zum Mittagessen mit der Familie eine Treppe hochgeht. „Das Bürgerbüro daheim ist wirklich eine tolle Sache“, sagt er. Sich voll und ganz auf die Arbeit zu konzentrieren, fällt ihm gerade wegen der Nähe zur Familie überhaupt nicht schwer. Anne Puchtler sorgt dafür, dass ihr Mann den Kopf frei hat, um sich den Anliegen der Gemeinden und Bürger zu widmen.

Das tut er – mit wachsendem Aktionsradius – seit 30 Jahren. Gerade einmal 22 Jahre war der heute 52-Jährige, als er in den Oberneiser Gemeinderat gewählt wurde. Vor 25 Jahren übernahm er dort den Posten des Ersten Beigeordneten. Dieses Amt füllt er seit 1999 auch in der Verbandsgemeinde Hahnstätten aus, deren Rat er inzwischen seit 20 Jahren angehört. Seit 2001 ist Frank Puchtler Mitglied des rheinland-pfälzischen Landtags, sein Fachwissen brachte er dort zunächst als finanzpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion ein, heute ist er Vorsitzender des Haushalts- und Finanzausschusses des Landtags in Mainz.

Die ruhige Bestimmtheit des engagierten Profis schwingt in Puchtlers Stimme mit, wenn er von seiner Tätigkeit als Landtagsabgeordneter, aber auch von seinen zahlreichen Ehrenämtern in der kommunalen Politik und seinem Engagement als Feuerwehrmann, in Turnverein und Arbeiterwohlfahrt spricht. Bei all diesen Aufgaben, die er mit großer Energie und viel Herzblut erfüllt, nimmt er sich dennoch Zeit für ein wichtiges Hobby: das Laufen.

 

Gedanken freien Lauf lassen

 

Jeden Tag schnürt Puchtler die Joggingschuhe, die Laufstrecke ist immer dieselbe – so kann er Abkürzungen nutzen, wenn es für die ganze Runde doch einmal zu knapp wird: So gibt es Varianten zwischen 30 und 60 Minuten – je nachdem, was der Terminkalender zulässt. „Kaum bin ich unterwegs, merke ich gar nicht mehr, dass ich laufe“, sagt er. Die Gedanken nehmen ihren eigenen Weg, und wenn er wieder in der Kaltenbachstraße ankommt, sind die Energietanks voll und der Kopf ist frei.

Die Schulen im Kreis zu besuchen und sich deren Belangen zu widmen, die Gemeinden zu bereisen und den unmittelbaren Kontakt zu den Menschen aufzunehmen, in den Räten die Vorhaben des Kreises persönlich zu erläutern und zu vertreten: Das sind Pläne, die Puchtler schmiedet für den Fall, dass ihn die Bürger zum Landrat wählen. Der Gestaltungsspielraum, den die Spitzenposition im Kreis bietet, stellt für ihn zusammen mit dem gewohnten und gewünschten Gespräch mit den Bürgern den Reiz der Aufgabe dar. „In Mainz kann ich vieles anstoßen für den Kreis – als Landrat habe ich in vielen Fragen ganz direkten Einfluss auf Entwicklungen“, sagt er. Und die guten Kontakte nach Mainz gehen ja nicht verloren, wenn Puchtler Chef der Kreisverwaltung wird, sondern können der Region weiterhin zugute kommen.

 

Quelle: Rh.-Lahn-Ztg. Bad Ems vom Mittwoch, 21. Mai 2014, Katrin Maue-Klaeser

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