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Roman führt Menschheit zu ihren „Randgebieten“

Oberneisen, den 19.11.2016

„Ein Buch zu schreiben war schon immer ein Wunsch, der in mir schlummerte. Ich empfinde es als eines der genialsten Errungenschaften der Menschheit, mit einer geschriebenen Geschichte seine Gedanken und Ideen mit anderen teilen zu können.“ So beschreibt Frank Schmidtkowski ausOberneisen die Beweggründe zu seinem ersten Buch, das er jetzt veröffentlichte. Sein philosophischer Kriminalroman unter dem Titel „Randgebiete der Menschheit“ ist jetzt im BOD-Verlag, Norderstedt erschienen.

Frank Schmidtkowski und seine Frau Monika Bernhardt frönen beide der gleichen Leidenschaft und bereichern die heimische Literaturwelt. Erst im September vergangenen Jahres brachte Monika Bernhardt ihren Fantasyroman „Sieben Namen für ein Leben“ heraus. Für Monika Bernhardt genauso eine Premiere wie für Frank Schmidtkowski mit seinem Kriminalroman. „Ich habe jetzt ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel. In diesem Alter findet man die notwendige innere und äußere Ruhe ein Buch zu schreiben. Und außerdem die Zeit“, erzählt er im Gespräch mit der RLZ. Schmidtkowski wurde 1966 im Nordosten Hessens geboren. Sein idyllischer Geburts- und Heimatort Obersuhl liegt an der innerdeutschen Grenze im sogenannten Zonenrandgebiet. Die Geschichte seines Erstlingswerks spielt an der einstigen innerdeutschen Grenze, aber auch sein jetziger Wohnort Oberneisen ist ein Schauplatz der Geschichte.

„Es handelt sich bei dem Buch jedoch nicht um eine Autobiografie, doch es wurden viele persönliche Erlebnisse und Beobachtungen verarbeitet, die ich jedoch bis zur Unkenntlichkeit vermischt habe“, betont der Autor. Der Kriminalfall mit philosophischem Unterton hat seinen Ursprung im innerdeutschen Grenzgebiet der 80er-Jahre und wird durch eine verblüffende Entdeckung in die Gegenwart katapultiert. „Als potenzieller Täter gilt ein anonymer Briefautor mit kritischen Ausführungen zum Selbstbild der Menschheit und deren Umgang mit der Umwelt. Die Leser werden von einer zunehmend spannenden Kriminalgeschichte in eine Gedankenwelt entführt, in der sie sich selbst und ihre Artgenossen durchleuchten“, steht es auf der Buchhülle geschrieben. „Ich habe die schonungslose Selbstreflexion des Menschen in einen philosophischen Kriminalroman verpackt. Ungewöhnlich und mit Tiefgang versuche ich mich dabei den Randgebieten der Menschheit zu nähern. Es ist ein Roman, der dem Selbstverständnis der Menschheit spürbare Kratzer zufügt“, gibt der Autor seinem Werk die philosophische Note.

Zum Begriff Randgebiete sagt er: „Wir Menschen haben dazu ein negativ besetztes Verhältnis, weil wir uns als Spezies lieber im Zentrum des Lebens sehen und uns auch über Jahrtausende als Zentrum alles Seins verstanden haben. In Wirklichkeit aber wird unsere Existenz von den Randgebieten geprägt, auch wenn wir oft fälschlicherweise annehmen, dass sich alles um uns dreht.“ Schmidtkowskis Roman soll beim Leser eine Botschaft hinterlassen. Er ist sich sicher, dass das Buch polarisiert, da es unterschiedlich wahrgenommen wird. „Wir definieren uns zu sehr über Karriere, Intelligenz, Wohlstand und Wachstum. Dabei kommt uns immer mehr der Blick für das Wesentliche abhanden. Unser Bild von uns selbst entfernt sich zunehmend von der Realität. Liebe, Freundschaft, Toleranz und Verantwortung für die Umwelt verlieren in bedrohlichem Maß an Bedeutung im Alltag jedes Einzelnen.“ Schmidtkowski war jedoch bewusst, dass er die Botschaft gut verpacken musste. So ist sein philosophischer Kriminalroman entstanden.

Frank Schmidtkowskis 284 Seiten starker Kriminalroman „Randgebiete der Menschheit – Ein philosophischer Kriminalroman“ ist im November erschienen. Die ISBN lautet 978-3-741292-21-7. Der Preis beträgt 12,90 Euro. Der Roman ist auch als E-Book zum Preis von 5,99 Euro erhältlich. Weitere Informationen im Internet unter www.frank-schmidtkowski.de

 

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Samstag, 19. November 2016, Uli Pohl

 

Foto: Frank Schmidtkowski am Schreibplatz. Auch sein Wohnort Oberneisen spielt in seinem Kriminalroman eine kleine Rolle. Die Leser können gespannt sein. Foto: Uli Pohl