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Himmlischer Glockenklang


Bild zur Meldung: Himmlischer Glockenklang



Oberneiser Oldie-Nacht stieß auf große Resonanz - Ohrwürmer am laufenden Band

 

Als der Berghäuser Barde Nick Vincentz gar den Vergleich mit Jamaica ansprach, stapelte er ein wenig hoch, doch die Stimmung hoch über Oberneisen war bei der Benefizveranstaltung für die neuen Glocken heiß: Oldies but Goldies ertönten den langen Abend aus den gewaltigen Boxen und versetzten rund 300 Gäste aus der gesamten Region in die gute alte Disco-Zeit der 60er- und 70er-Jahre.

 

Ja, es war ein Abend zum Träumen, Wippen, Mitsingen - die Besucher fühlten sich gleich in ihre Jugend mit den herrlichen Melodien zurückversetzt. Und einige wagten gar auf der grasigen Fläche vor dem Discowagen ein Tänzchen, die Damen in Grün schienen gar nicht müde zu werden.

Oldie-Fan Rolf-Peter Kahl (Flacht), einst begehrter Disc-Jockey vor allem im Taunus, hatte die Idee umgesetzt, zugunsten des Oberneiser Glockenfonds eine Disco wie eh und je zu veranstalten. Es war eine tolle Idee, schließlich kamen rund 350 Besucher, um einen lauschigen Abend zwischen Deep Purple und Queen zu genießen. Und auf der großen Wiesenfläche sah man viele, die vor 40 Jahren schon auf heimischen Tanzflächen wirbelten.

 

Trotz zahlreicher publikumswirksamer Konkurrenzveranstaltungen wurde Rolf Kahls Disco mit Begeisterung angenommen. Mitten im musikbegeisterten Volk tummelten sich zum Beispiel Volker Satony, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hahnstätten, die Ortsbürgermeister Peter Pelk (Oberneisen) und Horst Ackermann (Netzbach) sowie der Erste Beigeordnete der Stadt Diez, Frank Dobra. Sommerliche Temperaturen sorgten zudem zu Beginn zwischen Sonne auf der einen und Mond auf der anderen Seite für anheimelnde Atmosphäre, auch wenn sich zu angerückter Stunde die Nachtkühle bemerkbar machte. Trotzdem blieb die Stimmung heiß. Ein Abend zum Genießen.

 

Dafür sorgte nicht nur DJ Rolf mit seinen Oldies, die er mit interessanten Informationen präsentierte und mit denen er die Spendenfreudigkeit (über 2000 Euro) musikalisch honorierte, dafür sorgten auch der Berghäuser Barde Nick Vincentz und der Oberneiser Keyboarder Eberhard Biebricher. Als Solist sorgte Nick, der auch als Chef der „wilden Alten“ in der Region bestens bekannt ist und demnächst für zwei Monate nach South Carolina fliegt, für beste Unterhaltung, gipfelnd in dem Rolling-Stones-Hit „Sympathy for the devil“. Gemeinsam mit Eberhard Biebricher kam in einem weiteren Live-Act das Duo „Key West Music“ erstmals auf die Bühne und sorgte mit flotten Ohrwürmern für nächtlichen Spaß, so zum Beispiel mit „Spanish Harlem“ von Aretha Franklin.

Schon vor dem offiziellen Beginn - es war 19.30 Uhr - läuteten die Oberneiser Glocken die Veranstaltung ein, mit der das notwendige Nachfolgegeläut finanziert werden soll. 30 Minuten später dann das rockgewaltige Läuten von „Hells Bells“ (so auch der Name der Veranstaltung) von AC/DC. Und dann ging es los, wie man es in den Discos gewohnt war: Mit „1980 - F“ von „After the fire“, Eröffnungsmelodie in zahlreichen Tanzschuppen jener Zeit.

 

Jetzt hat sich Rolf-Peter Kahl nicht nur als Mitarbeiter unserer Zeitung in der Region einen Namen gemacht, sondern auch als DJ. Die Resonanz war durchweg positiv. So schrieb Lothar „Leo“ Labonte, Kommunalpolitiker aus Diez: „Wow, wenn auch manchmal das wilde Abrocken von damals sich an diesem Abend auf rhythmische Sitzgymnastik beschränkte, war es doch eine schöne und gelungene Veranstaltung.

Ich hoffe und wünsche, dass nun das Geläut der neuen Oberneiser Glocken um so schöner und vielleicht auch etwas rockiger klingen wird.

Volker Thamm, Nassauische Neue Presse

Artikel vom 19.08.2013

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