Suche:
 

Ev. Rundkirche

Vorschaubild

Eine Kirche gab es bereits 881 und als diese baufällig war, wurde sie 958 der

Abtei St.Alban in Mainz geschenkt und von deren Abt wieder hergestellt. Um

diesen Kirchenbau gibt es wenig Wissen, da die Kirchenakten beim Brande

eines Klosters des St.Alban Stifts in Mainz Opfer der Flammen wurden.

1525 wurde der Chor der Kirche von Grund auf neu gebaut. Größere

Renovierungsarbeiten gab es 1733. Der Bauzustand wurde seit 1780 immer

wieder beklagt. 1812 wurde der Kirchenbau dann bis auf dem Turm niedergelegt und mit den Vorarbeiten für den Bau der neuen Kirche begonnen.

 

Die jetzige Rundkirche wurde von 1816 - 1819 von Johann Schrumpf unter

Einbeziehung eines romanischen Turmes erbaut.

Die Gemeinden Lohrheim, Netzbach und Oberneisen finanzierten den Neubau.

Bei der Einweihung am 27. Okt. 1819 gab es unter großer Beteiligung der

Bevölkerung einen feierlichen Umzug vom Pfarrhaus zur Kirche.

 

Nördlich der Alpen gibt es einige Rundkirchen. Oberneisen scheint jedoch die

einzige zu sein, deren Altar in der Mitte des Raumes steht.

Der Glockenturm der Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert. Zu der

Säulenhalle am Eingangsportal führt eine breite Freitreppe. In der Säulenhalle befindet sich ein rundbogiges Kreuzgewölbe ohne Rippen. Der Turm birgt eine

Uhr, deren großer Zeiger 1 m lang ist und 3 Glocken (Glaube, Liebe, Hoffnung

genannt), die nach dem Kriege zu Bockenem im Harz gegossen wurden. Das

Innere der Kirche hat 10 hohe, dicke, gekehlte Säulen. In der Mitte der Kirche

steht der runde Altar mit einer Marmorplatte von 1,75 m Durchmesser, die bei

der letzten Renovierung eigens aus einem französischen Marmorbruch

angeliefert wurde.

 


Aktuelle Meldungen

Geschichte bis ins Detail betrachtet

(10.11.2016)

„Der Architekt Johann Schrumpf sollte mit dem Bau der Rundkirche etwas Erhabenes entstehen lassen. Eine Kirche, die sich über das Gemeine oder die Gemeinde erhebt.“ Mit diesen Worten begrüßte Stefan Fischbach, mehr als zwölf Jahre Pfarrer in der Kirchengemeinde Oberneisen mit den Orten Netzbach und Lohrheim, die rund 80 Zuhörer genau an dem Ort, um den sich an diesem Abend alles drehte. Fischbach, der im vergangenen Jahr als Seelsorger nach Nassau wechselte, kam gern in die Rundkirche zurück, um im Rahmen des Oberneiser Forums des SPD-Ortsvereins über sein 164 Seiten starkes Werk zur Baugeschichte des Gotteshauses zu berichten. „Ich war von Anfang an fasziniert von dem sakralen Gebäude. Ich bin ein Mensch, der in alle Ecken schaut, die mir unbekannt sind“, begründete er seinen Antrieb, in jahrelanger mühevoller Kleinarbeit Daten und Bilder zur Rundkirche zu sammeln, um sie dann in einem Band zusammenzufassen.

Unterhaltsam und mit Anekdoten gespickt führte er die Besucher des Forums zurück in die Zeit der Entstehung, spannte den Bogen bis in die Neuzeit und endete mit der Renovierung, die 2001 die Rundkirche in ihren noch heute gültigen äußeren Zustand versetzte.

„Die Kirche hatte in Oberneisen schon immer eine große Bedeutung. Das war wohl auch der Grund, warum der Architekt Johann Schrumpf mit einem Neubau beauftragt wurde“, sagte Fischbach. Die jetzige Rundkirche wurde von 1816 bis 1819 von Schrumpf unter Einbeziehung des romanischen Turmes erbaut. Finanziert wurde der Bau unter anderem von den Gemeinden Lohrheim, Netzbach undOberneisen, die sich mit ihren Abgaben und Eigenleistung daran beteiligten. Die erste urkundliche Erwähnung einer Kirche reicht bis ins Jahr 881. 958 wurde sie der Abtei St. Alban in Mainz geschenkt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die alte Kirche so baufällig, dass 1812 mit den Vorarbeiten für den Bau der neuen Kirche begonnen. „Zur Einweihung im Oktober 1819 gab es ein mehrtägiges Fest. Der Gottesdienst zur Einweihung dauerte von 9 bis 14 Uhr. Er beinhaltete auch eine Hochzeit und eine Taufe. Aus Zeitgründen verzichtete man damals auf das Abendmahl“, schilderte Fischbach aus seinen Nachforschungen den Zuhörern bisher unbekannte Details aus der Geschichte. So ist die Rundkirche wahrscheinlich die einzige Kirche im nördlichen Europa, in der der Altar in der Mitte des Raumes steht. In seiner akribischen Sammlung führt Fischbach nach und nach die baulichen Veränderungen über die fast zwei Jahrhunderte auf, in denen der „Dom des Aartals“ über dem Ort thront. So sei mit der heutigen Farbgebung der äußere Zustand des Neubaus von 1819 wieder hergestellt.

Annette Blome, seit Mitte des Jahres als Nachfolgerin Fischbachs in Oberneisen tätig, sprach ebenfalls von einem außergewöhnlichen Gebäude, das den Betrachtern im Vorbeifahren in Erinnerung bleibt, und fügte schmunzelnd hinzu: „Sonntags um 10 Uhr können alle Interessierte auch das Innere der Rundkirche bei einem Besuch des Gottesdienstes kennenlernen.“

Frank Puchtler, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, blickte bereits auf das Jubiläumsjahr 2019, wenn das 200-jährige Jubiläum der Rundkirche gefeiert wird: „Die Zusammenfassung der Baugeschichte könnte als Grundlage für die Festschrift zum Jubiläum dienen.“ Puchtler würdigte den Einsatz, den Fischbach für die Dokumentation an den Tag legte.

 

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Donnerstag, 10. November 2016, Uli Pohl

Foto zu Meldung: Geschichte bis ins Detail betrachtet

Russischer Chor singt in Kirchen

(05.09.2015)

Mit klassischen, geistlichen und weltlichen Werken gastiert der russische Kammerchor „Credo“ in den evangelischen Kirchen in Oberlahnstein, Oberneisen und Diez-Freiendiez. Die Bandbreite reicht von gesungenen Gebeten der Orthodoxen Kirche bis hin zum Ostpreußenlied.

Auf dem vielseitigen Programm, das der Chor in den Rhein-Lahn-Kreis mitbringt, stehen unter anderem auch russische, weißrussische und ukrainische Folklore, Lieder der Romantik sowie Arrangements aus der Pop- und Volksmusik. Die Stationen sind am Dienstag, 29. September, um 19.30 Uhr die evangelische Kirche in Oberlahnstein (Nordallee 1), am Mittwoch, 30. September, um 19 Uhr die evangelische Rundkirche in Oberneisen und am Donnerstag, 1. Oktober, um 20 Uhr die evangelische Jakobuskirche in Diez-Freiendiez.

Der Kammerchor Credo wurde 1996 gegründet und erhielt schon zwei Jahre später den Titel „Volk-Chor“, eine besondere Auszeichnung für Künstler der russischen Föderation. Auszeichnungen und Erfolge bei vielen internationalen Wettbewerben folgten. In den vergangenen 15 Jahren hat sich der Chor ein Repertoire von etwa 300 Chorsätzen erarbeitet. Zuhause sind die Pädagogen, Mediziner, Angestellten, Beamten und Musiker des Ensembles in Gusev in Russland, dem ehemaligen ostpreußischen Gumbinnen. Seinen musikalisch-geistesgeschichtlichen Sitz hat der Chor in der „Salzburger Kirche“, die seit 1995 nach umfangreicher Rekonstruktion durch die Nachkommen der Salzburger Emigranten von der dortigen evangelisch-lutherischen Gemeinde wieder als Gotteshaus benutzt wird. Der Eintritt zu den Konzerten ist frei, um eine Spende wird gebeten, um die Kosten decken zu können.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 5. September 2015

Foto zu Meldung: Russischer Chor singt in Kirchen

Nach Wochen der Stille kehrt der Klang zurück

(23.04.2014)

Seit Ostersonntag erklingen die neuen Glocken im Turm der Rundkirche in Oberneisen. In einer feierlichen Zeremonie erfuhr das neue Geläut seine Würdigung und Weihe im Rahmen eines Gottesdienstes. Mehrere Hundert Besucher waren in die Rundkirche gekommen, um zum einen den neuen Klang zum ersten Mal zu hören, zum anderen aber den Abschluss einer einmaligen Spendenaktion der Menschen aus der Kirchengemeinde persönlich mitzuverfolgen.

 

Mit großem Engagement beteiligten sich Vereine, Firmen, Institutionen und Bürger mit verschiedenen Benefizaktionen an der Finanzierung des rund 100 000 Euro teuren Geläuts. „Ihnen allen gebührt ein großer Dank“, hob Pfarrer Stefan Fischbach erneut im Gottesdienst hervor. Nur durch diesen Einsatz sei es möglich geworden, die für Jahre später geplante Investition so schnell zu realisieren.

 

Fischbach sagte in seiner Ansprache, dass der Klang der Glocken viele Facetten aufweist: „Sie stehen für Freude, tragen Namen, da sie Verkünder sind, erklingen als Mahner, kündigen aber auch Gefahren an. Wir hoffen, dass sie uns mit ihrem Klang bei möglichst vielen erfreulichen Anlässen begleiten.“

„Das Wichtigste ist jedoch, dass es unsere Glocken sind, die jedem Bürger künftig ein Stück Herzensheimat geben, genau wie es die Vorgänger getan haben“, betonte er. Am 12. März wurden die alten Glocken abgeschaltet, wenige Tage zuvor in einem Gottesdienst verabschiedet. Es folgte der Aus- und Einbau des alten und neuen Geläuts. Wochen der Stille, die für einen Teil der Menschen unbemerkt blieben, für andere jedoch sich im Tagesablauf bemerkbar machten. „Der Rhythmus geriet bei so manchem Bürger durcheinander“, berichtete Fischbach. Dies mache deutlich, dass die Glocken für viele ein Teil des Lebensgefühls seien. Die drei neuen Glocken mit den Namen Glaube, Liebe und Hoffnung wurden einzeln eingeschaltet. Klang, Aufschriften und Größe beschrieben. Zum Ende der stimmungsvollen Vorstellung, die bei vielen Gottesdienstbesuchern ein leichtes Kribbeln auf dem Rücken erzeugte, erschallte erstmals der Dreiklang der Glocken, der durch die unterschiedliche Schwingungsdauer erzeugt wird. Nach und nach setzten sie sich in Bewegung, um den Schall ins untere Aartal zu tragen.

 

Nach der Zeremonie sprachen Dekan Christina Dolke, die Ortsbürgermeister Peter Pelk (Oberneisen), Bodo Schäfer (Lohrheim), die Beigeordnete Marion Adelmann (Netzbach), der Landtagsabgeordnete Frank Puchtler sowie Architekt Günter Wolf Grußworte. Einmütiger Tenor aller war das große Engagement der Bürger für ihre neuen Glocken. Die haben sich mit ihrem Klang bereits nach wenigen Tagen in den Herzen verankert, läuten zu den festgesetzten Zeiten. Nur der Stundenschlag ertönt erst in einigen Wochen. Er muss noch auf die neuen Glocken abgestimmt werden.

 

Uli Pohl
Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 23. April 2014

Foto zu Meldung: Nach Wochen der Stille kehrt der Klang zurück

Neue Glocken läuten andere Klang-Ära ein

(19.04.2014)

Am Ostersonntag werden die neuen Glocken im Turm der Oberneiser Rundkirche zum ersten Mal den Gottesdienst untermalen: Der Ostergottesdienst dient zugleich der Glockenweihe. Dabei kommen die Kirchgänger auch in den Genuss eines ganz neuen akustischen Phänomens: Die neuen Glocken sind so gestimmt, dass sie harmonisch zum Orgelspiel passen, was beim gemeinsamen Gesang von Kirchenchor und Gemeinde mit Orgelspiel und Glockenklang gegen Ende des Gottesdienstes bewiesen werden soll.

 

Auf dieses Zusammenspiel freut sich auch Pfarrer Stefan Fischbach. In seiner Ansprache, „die keine geschlossene Predigt sein wird“, wie er sagt, wird er die drei Glocken vorstellen und ihre Namen und Inschriften in den Kontext der Heilsgeschichte stellen: beginnend mit der kleinsten Glocke „Glaube“ und ihrer Inschrift „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ über die mittlere „Hoffnung“ und „Friede sei mit Euch“ bis hin zur größten „Liebe“ und ihrem Text „Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm“.

Die drei Predigtteile werden durch das Schlagen der jeweiligen Glocke untermalt, durch Lieder und andere liturgische Elemente unterbrochen und verbunden. Schließlich erklingt das gesamte Geläut wie im traditionellen Osterläuten. Auch zum Vaterunser, das später in dem Abendmahlsgottesdienst folgt, werden alle drei Glocken erklingen.

 

Gespannt auf den Klang des neuen Geläuts ist auch Architekt Günter Wolf: „Dass die neuen Glocken aus Bronze statt aus Stahl sind und der Glockenstuhl aus Holz statt Stahl, soll einen wesentlich weicheren und volleren Klang bringen – sakraler als vorher.“

 

Der Hirschberger Experte für Kirchensanierungen hatte die Bauleitung über die begleitenden Arbeiten am Turm der Rundkirche. So mussten etwa zwei Schallluken – die Öffnungen, durch die sich der Glockenklang in die Umgebung ausbreiten kann – durch Entnahme des dazwischen befindlichen Mauerwerks und der Laibung zu einer Öffnung verbunden werden, die groß genug war, um das alte Geläut und den stählernen Glockenstuhl heraus- und das neue mit dem Holzglockenstuhl hineinheben zu können.

Die alten Bruchsteine sind bereits wieder eingebaut. „Zum einen sollte man aus bauphysikalischen Gründen im System der verwendeten Materialien bleiben“, erklärt Wolf. Zum anderen ist die Wand von innen unverputzt, auch deshalb sei der Wiedereinbau der Bruchsteine ästhetisch sinnvoll.

 

Der Gottesdienst beginnt am Ostersonntag um 10 Uhr. Ein Empfang mit Grußworten im Gemeindehaus schließt sich an.

 

Katrin Maue-Klaeser
Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 19. April 2014

Foto zu Meldung: Neue Glocken läuten andere Klang-Ära ein

Neue Glocken sind im Turm angekommen

(26.03.2014)

Die drei neuen Bronzeglocken der Rundkirche in Oberneisen sind an ihrem Bestimmungsort angekommen. Mittels Hebekran wurden sie gestern Vormittag in den Turm gehievt. Die alten Glocken aus Guss, die genau wie ihre Nachfolger die Namen Glaube, Liebe und Hoffnung tragen,

sind in Oberneisen zwischengelagert, bevor über ihren zukünftigen Standort entschieden wird. Angedacht ist es, jeweils eine in den drei Orten der Kirchengemeinde in Oberneisen, Netzbach und Lohrheim aufzustellen, um ihnen damit einen gebührenden Platz für die Nachwelt zu geben.

 

Die Ankunft der drei neuen Glocken verfolgten zahlreiche Zuschauer am Fuß der Rundkirche oder von den Fenstern ihre Häuser unterhalb des Kirchbergs. Während der Ausbau des alten Geläuts noch im dichten Nebel vollzogen wurde, schien beim Hochheben der neuen Glocken die Sonne. Denkwürdige Momente, die in die Geschichte der Aargemeinde eingehen. „Bis zum Palmsonntag soll die Montage der neuen Glocken abgeschlossen sein“, sagte Günter Wolf, zuständiger Architekt aus Hirschberg, der den Wechsel im Turm der Rundkirche bautechnisch betreut. Am Ostersonntag sollen Glaube, Liebe und Hoffnung zum ersten Mal läuten und den Menschen an der unteren Aar über die nächsten Jahrhunderte ein weiteres Stück Heimat geben, ganz in der Tradition ihrer Vorgänger. Bevor die Glocken am Ostersonntag ihre Premiere feiern, kommt es jedoch nach Abschluss der Montage zu einem Probeläuten.

„Es ist toll, dass die Menschen in den drei Kirchengemeinde sich mit den neuen Glocken identifizieren“, sagte Anke Isselbächer aus dem Glockenausschuss. Ein Zeichen dafür sei die große Resonanz auf die Zeremonie bei der Ankunft in den drei Orten der Kirchengemeinde gewesen. „In Zeiten, in denen viele Menschen der Kirche den Rücken zuwenden, erfahren wir einen Zuspruch, mit dem wir nicht gerechnet haben“, sagte sie weiter.

Einen wesentlichen Grund für diesen Zuspruch sieht der Glockenausschuss um Pfarrer Stefan Fischbach in der enormen finanziellen Unterstützung für die Glocken. Innerhalb weniger Jahre hatten Bürger durch verschiedene Aktionen die Investition von rund 100 000 Euro mit Spenden unterstützt. „Es sind jetzt ihre Glocken, die sie in den kommenden Jahren begleiten. Die Menschen hier haben einen großen Teil dazu beigetragen, dass sie ab Ostersonntag erklingen“, sagte Stefan Fischbach abschließend.

 

Quelle: Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 26. März 2014, Uli Pohl

Foto zu Meldung: Neue Glocken sind im Turm angekommen

Bürger feiern Jahrhundertereignis

(19.03.2014)

Es war eine Begrüßung wie aus einem Guss. Rund 200 Bürger inOberneisen, Netzbach und Lohrheim würdigten die Ankunft der neuen Glocken für die Rundkirche inOberneisen mit einem Fest. Für die Kirchengemeinde ein Jahrhundertereignis, schließlich soll das neue Geläut ab Ostersonntag für viele, viele Jahre im Turm der Kirche den Menschen im unteren Aartal ein Stück Heimat geben, genau, wie es die Vorgänger 91 Jahre getan haben.

 

Pfarrer Stefan Fischbach lobte bei den drei Begrüßungszeremonien auf den Dorfplätzen in Oberneisen, Netzbach und Lohrheim noch einmal das große Engagement der Menschen, die sich mit insgesamt 60 000 Euro aus Spenden, Benefizveranstaltungen und anderen Festen an der Finanzierung der rund 100 000 Euro teuren Glocken beteiligt hatten. „Heute ist ein Tag, an dem wir Danke sagen“, betonte der Pfarrer. Seit 2008 habe der Kirchenvorstand für die neuen Glocken angespart. 2011 gründete sich der Glockenausschuss, dessen Aufgabe es war, finanzielle Unterstützung zu akquirieren. Zunächst war es angedacht das neue Geläut für das 200-jährige Kirchenjubiläum 2019 anzuschaffen. „Innerhalb der vergangenen zwei Jahre wurde ein Prozess in Gang gesetzt, dessen Eigendynamik nicht mehr aufzuhalten war“, führte Stefan Fischbach an. Die Bürger hätten ihre neuen Glocken schnell gewollt und sich dafür engagiert.

 

Einen weiteren großen finanziellen Beitrag leisteten die Sänger des MGV Oberneisen, die ihre Aktivitäten eingestellt haben und den Verein auflösten. Der ehemalige Vorsitzende Rainer Thielmann und einige ehemals aktive Sänger nutzten die Begrüßungszeremonie, um einen Teil des restlichen Vereinsvermögens für die neuen Glocken zu spenden. 2000 Euro übergab der MGV an die Kirchengemeinde, weitere 1500 Euro kommen der Kindertagesstätte in Oberneisen zugute. Für das Geld soll ein Spielgerät angeschafft werden. „So haben wir die Gewissheit, dass der MGV in den kommenden Jahrhunderten noch ein wenig erklingt“, fügte Rainer Thielmann schmunzelnd an. Nach dem Auftakt in Oberneisen begrüßten auch die Bürger von Lohrheim und Netzbach die Glocken. Die Zeremonien begleitete der Posaunenchor der Kirchengemeinde musikalisch. „Heute feiern wir ein bedeutendes Ereignis, und das braucht ein gewichtiges Zeichen. Dieses Zeichen haben wir gesetzt“, schloss Stefan Fischbach.

 

Quelle: Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 19. März 2014

Foto zu Meldung: Bürger feiern Jahrhundertereignis

Die Glocken sind da

(18.03.2014)

Die neuen Glocken „Glaube, Liebe und Hoffnung“ sollen an Ostern läuten. Dank an alle Spender, Sponsoren und Unterstützer.

 

In dieser Woche soll der Ab- und Ausbau der alten Kirchenglocken in der Oberneiser Rundkirche vollzogen werden und mit den erforderlichen Arbeiten für den Einbau der drei neuen Glocken „Glaube, Liebe und Hoffnung“ begonnen werden. Am Ostersonntag werden sie dann erstmals ertönen und zum Festgottesdienst rufen. Dann wird eine ebenso bemerkenswerte wie außergewöhnliche Aktion ihr zwar erhofftes, aber nie erwartetes „schnelles Ende“ finden.

 

In der im Jahre 2019 zweihundert Jahre alt werdenden Rundkirche wurde 2007 im Rahmen einer genauen Untersuchung von Fachleuten eines Wartungsteams Verschleißerscheinungen im Guss der alten Glocken registriert. Und zwar an der Stelle, an der der Klöppel den Ton erzeugt. Die Glocken wurden seinerzeit gedreht, und das Team sprach damals von einer maximal noch zu erwartenden Lebenszeit von knapp zehn Jahren. „Mit jedem Läuten hämmern die Klöppel weiter in die Glocken, sodass diese im schlimmsten Fall springen oder reißen könnten. Dann müssten wir sie vorzeitig ruhig stellen“, so der damals als Glöckner in der Kirche wirkende Andre Peil. „Aus sicherheitstechnischen und auch aus klanglichen Gründen führt an einer wahrscheinlichen Stilllegung der Glockenanlage noch vor unserem Kirchenjubiläum kein Weg vorbei“, präzisierte seinerzeit ein betrübter Pfarrer Fischbach.

„Dies darf nicht passieren!“ So lautete der Tenor von Sigi und Michael Friedrichs, Martha Friedrichs, Anke Isselbächer, Pfarrer Stefan Fischbach und Andre Peil, die sich zu einem „Glockenausschuss“ zusammenfanden und sich zum Ziel setzten, bereits gesammelte Spendengelder in Höhe von 40 000 Euro bis zum Jubiläumsjahr auf die für die neuen Glocken notwendigen 100 000 Euro aufzustocken. Zu bereits laufenden Aktionen wie Besuchs- und Hochzeitsspenden, Eintrittsgelder bei Kirchenführungen oder Adventsaktionen der Landfrauen an der Burgmauer sollten mit neuen Ideen weitere Geldquellen geöffnet werden. Was sich danach entwickelte, darf als Erfolgsstory in die Kirchenchronik einfließen.

Durch Benefizkonzerte, Gemeindefeste, Basare, Märkte, Spendenläufe oder Einzelspenden verschiedener Unternehmen und Einzelpersonen wurden die fehlenden Euros in Rekordzeit erlöst, die Bronzeglocken konnten im vergangenen Jahr gegossen werden und trafen am vergangenen Wochenende in Oberneisen ein.

Die Bevölkerung von Oberneisen, Netzbach und Lohrheim (gehören alle zum Kirchenspiel) feierten die Ankunft gemeinsam mit Pfarrer, Posaunenchor und den Böllerschützen aus Netzbach. Auf einem Anhänger wurden „Glaube, Liebe und Hoffnung“ mittels einer Rundfahrt in allen drei Gemeinden präsentiert. In Oberneisen auf dem Dorfplatz wurde der Glockenausschuss mit einer weiteren Spende überrascht. Der Männergesangverein Oberneisen, der im vergangenen Jahr seine Auflösung vollzogen hatte, spendete vom verbliebenen Vereinsvermögen 2000 Euro für den Glockenfonds und den Rest von 1500 Euro an die Kindertagesstätte.

 

Quelle: Nassauische Neue Presse vom 18.03.2014, Rolf-Peter Kahl

Foto zu Meldung: Die Glocken sind da

Glocken mit Zeremonie begrüßt

(17.03.2014)

Rund 200 Bürger aus Oberneisen, Netzbach und Lohrheim feierten gestern die Ankunft der drei neuen Glocken für die Rundkirche in Oberneisen. Zur Kirchengemeinde zählen auch Netzbach und Lohrheim. Das neue Geläut wurde traditionell in Empfang genommen. Die Böllerschützen aus Netzbach begleiteten die Tour durch alle drei Dörfer und kündigten die Ankunft mit lauten Böllern an.

Rund 100 000 Euro kosten die drei neuen Glocken. Der Anschaffung, die die nächsten Jahrhundert überdauert, ging eine einmalige Benefizaktion voraus. „Viele Menschen haben dazu beigetragen, dass die Glocken bald erklingen. Ihnen allen gebührt ein großer Dank“, sagte Pfarrer Stefan Fischbach. Ausführlicher Bericht folgt. 

 
Quelle: 
Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Montag, 17. März 2014, Seite 12 , Uli Pohl

Foto zu Meldung: Glocken mit Zeremonie begrüßt

Ankunft der Glocken für die Rundkirche steht bevor

(06.03.2014)

Festakt am 16. März in Oberneisen, Lohrheim und Netzbach

 

Von Redakteur Uli Pohl

 

91 Jahre haben die Eisenhartgussglocken in der Rundkirche inOberneisen geläutet. Zu Freud und Leid waren sie der Begleiter, haben zu den Gottesdiensten gerufen, waren und sind ein festes Stück Heimat. Jetzt sind sie in die Jahre gekommen und müssen ausgetauscht werden. Bis die neuen Glocken im Herbst des vergangenen Jahres in ihre Form gegossen wurden, sorgten die Bürger aus den drei Orte der Kirchengemeinde in Oberneisen, Lohrheim und Netzbach sowie Firmen, Vereine und andere Institutionen mit viel Engagement und Spendenbereitschaft für ein finanzielles Fundament. Innerhalb weniger Jahre wuchs das Spendenbarometer im Glockenfonds stetig an. Schließlich waren dort rund 100 000 Euro enthalten, der Guss konnte in Auftrag gegeben werden. Jetzt steht die Ankunft des neuen Geläuts für die Rundkirche bevor.

 

Die drei neuen Glocken tragen die gleichen Namen wie ihre Vorgänger. Die Ankunft von „Glaube“, „Liebe“ und „Hoffnung“ wird am Freitag, 14. März, erwartet. Am Sonntag, 16. März, sollen sie in allen drei Orten offiziell vorgestellt und begrüßt werden.

Die alten Glocken werden nicht klanglos verschwinden. Ein Tonstudio aus Diez hat im Februar Aufnahmen des Geläuts aufgenommen und den Klang somit für die Bürger und künftige Generationen dokumentiert. Möglicherweise wird auch der Klang der neuen Glocken aufgenommen und auf einer CD festgehalten, die zur Erinnerung erworben werden kann. In der glockenlosen Zeit vom 17. März bis zum Ostersonntag, 20. April, wird das Glockengeläut vom Band in der Kirche oder zu Beerdigungen abgespielt.

 

Die alten Eisenhartgussglocken werden nicht zerstört. „Der heimatliche und emotionale Wert ist schließlich um ein Vielfaches höher als der ohnehin nur geringe Metallwert“, sagt Pfarrer Stefan Fischbach. So hat der Kirchenvorstand entschieden, dass in Oberneisen, Netzbach und Lohrheim jeweils eine Glocke als Leihgabe aufgestellt werden könnte. Voraussetzung dafür ist jedoch ein fester Untergrund und Schutz gegen Regenwasser. Mit dem Verteilen der Glocken auf die Orte wird die kirchliche Zusammengehörigkeit optisch dokumentiert.

Für die Zeremonie zur Ankunft und Begrüßung der neuen und zur Verabschiedung der alten Glocken hat der Glockenausschuss ein Programm zusammengestellt. Im Gottesdienst am kommenden Sonntag, 9. März, um 10 Uhr in der Kirche werden die alten Eisenhartgussglocken zum letzten Mal gemeinsam erklingen und verabschiedet. Vor dem darauf folgenden Wochenende werden sie abgeschaltet.

 

Nach den Feierlichkeiten am Sonntag, 16. März, beginnen am Montag, 17. März, die Arbeiten im Kirchturm. Im Ostersonntagsgottesdienst mit Abendmahl am 20. April um 10 Uhr werden die neuen Glocken zum ersten Mal erklingen und dem Fest der Auferstehung Christi eine besondere Note verleihen. Kirchen- und Posaunenchor bereichern den Gottesdienst gemeinsam mit Orgel und Glocken musikalisch. Im Anschluss gibt es einen Empfang im evangelischen Gemeindehaus.

 

Quelle: Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 6. März 2014, Seite 16

Foto zu Meldung: Ankunft der Glocken für die Rundkirche steht bevor

Schaefer Kalk spendet 5000 Euro

(07.11.2013)

Unternehmen dokumentiert enge Verbundenheit mit der Region

 

Die Rundkirche in Oberneisen befindet sich in Sicht- und Hörweite des Kalkwerks Schaefer in Hahnstätten. Seit 1923 teilen die inzwischen in die Jahre gekommenen Glocken aus Eisenguss den Mitarbeitern die Uhrzeit mit. Doch nicht nur deshalb hat das Unternehmen einen stolzen Betrag von 5000 Euro für die Finanzierung der neuen Glocken bereitgestellt.

„Wir werten diese großzügige finanzielle Unterstützung als weiteres Indiz dafür, dass Schaefer Kalk sich mit der Region verbunden fühlt“, sagte Pfarrer Stefan Fischbach, als er gestern gemeinsam mit Vertretern des Glockenausschusses den symbolischen Scheck von Geschäftsführer Dr. Kai Schaefer entgegennahm. Durch den Betrag ist das Spendenbarometer für die drei neuen Bronzeglocken erneut ein großes Stück in die Höhe geschnellt. Nach dem Besuch der Delegation aus der Kirchengemeinde, die in Karlsruhe vor wenigen Wochen den Guss des neuen Geläuts vor Ort mitverfolgte, wartet man nun gespannt auf den morgigen Freitag. Dann sollen die Glocken mit den Namen Glaube, Liebe und Hoffnung in der Glockengießerei nach Erkalten aus der Form geschlagen werden. Der Einbau in den Turm der Rundkirche soll im kommenden Frühjahr erfolgen.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 7. November 2013, Seite 18, Uli Pohl

Foto zu Meldung: Schaefer Kalk spendet 5000 Euro

Klangzauber im Aartal

(31.10.2013)

Gemischter Chor TonArt Netzbach lädt zu Konzertabend ein.

 

Der gemischte Chor TonArt Netzbach führt seine erfolgreiche Konzertreihe „Klangzauber im Aartal“ mit einem Konzert am Ersten Advent fort.

 

Eine Oase der Besinnlichkeit bietet der „3. Klangzauber im Aartal“. Die im Jahr 2009 so erfolgreich vom gemischten Chor TonArt Netzbach begonnene Konzertreihe findet am Sonntag, 1. Dezember (1. Advent), um 17 Uhr in der Oberneiser Rundkirche ihre Fortsetzung. Die Besucher dürfen sich wieder auf ein Konzert mit Chorgesang der Spitzenklasse freuen, denn schon die Premierenveranstaltung vor drei Jahren hatte in der Chorlandschaft der heimischen Region für Aufsehen gesorgt.

Der Chorleiterin Bettina Scholl ist es auch diesmal gelungen, hochkarätige Akteure zu verpflichten. Dorothee Laux aus Limburg, gefragte Konzertsängerin im In- und Ausland, wird mit ihrer Sopranstimme die Zuhörer verzaubern und mit ihrem weit gespannten Repertoire auf eine besinnliche Vorweihnachtszeit einstimmen. Einen weiteren Höhepunkt stellt die Verpflichtung von „Plenty Brass“ dar. Das Blechbläserensemble unter der Leitung von Edgar Sterkel gründete sich aus ehemaligen Mitgliedern des Sinfonischen Blasorchesters Hessen und der Kreismusikschule Limburg. Ziel des Ensembles ist es, ein abwechslungsreiches, breitgefächertes und vielseitiges Programm zu erarbeiten und dieses in den verschiedensten Programmen in besonderer Form auf anspruchsvollem Niveau zu präsentieren.

Karten ab sofort

 

Zudem könne sich die Besucher des Konzertabends auf den Meisterchor „CHORamel“ aus Niedererbach freuen. Sascha Trumm, ehemaliger Domsingknabe, hat Ende 2008 die Leitung des Chors übernommen. Das musikalische Spektrum von CHORamel umfasst die gesamte Palette der Chormusik - quer durch alle Epochen und Stilrichtungen. Nach dem Konzert lädt der Chor TonArt Netzbach zum gemütlichen Beisammensein ins evangelische Gemeindehaus Oberneisen ein. Ein wegen des großen Andrangs entstandenes Verkehrschaos wie vor zwei Jahren wird es diesmal nicht geben. „Wir haben gelernt, entsprechend vorgesorgt und garantieren für eine reibungslose An- und Abfahrt zur Kirche“, versprechen die Vorstandsmitglieder des Vereins.

 

Karten gibt es ab sofort bei „Dies & Das“ Hahnstätten, bei allen Chormitgliedern und bei der Ersten Vorsitzenden Marion Adelmann (E-Mail marionadelmann@web.de). Der Eintritt kostet im Vorverkauf neun Euro, an der Abendkasse zehn Euro.

 

Foto:

Selbstverständlich singen beim Konzert in der Oberneiser Rundkirche am Ersten Advent auch die Gastgeber: Bettina Scholl und die Mitglieder von TonArt Netzbach. Foto: Kahl

 

Nassauische Neue Presse, Rolf-Peter Kahl

Artikel vom 31.10.2013

 

 

Foto zu Meldung: Klangzauber im Aartal

Tonart bietet Klangzauber im Aartal

(24.10.2013)

Hochkarätige Akteure in der Rundkirche.

 

Der Advent ist eine Zeit der Besinnlichkeit und der Vorfreude auf den Heiligen Abend, die Geburt Christi, sein. Doch meist herrscht in Familien gerade in der Vorweihnachtszeit sehr viel Hektik und Stress. Einen Raum der Besinnlichkeit bietet der dritte Klangzauber im Aartal. Die im Jahr 2009 so erfolgreich vom gemischten Chor Tonart Netzbach begonnene Konzertreihe wird am Sonntag, 1. Dezember, erster Advent, um 17 Uhr in der Rundkirche in Oberneisen fortgesetzt.

Der Chorleiterin Bettina Scholl ist es wiederum gelungen, hochkarätige Akteure zu verpflichten. Dorothee Laux, gefragte Konzertsängerin im In- und Ausland, wird mit ihrer Sopranstimme die Zuhörer verzaubern und mit ihrem weit gespannten Repertoire auf eine besinnliche Vorweihnachtszeit einstimmen. Ein weiterer Höhepunkt des Konzertes ist die Verpflichtung von Plenty Brass. Das Blechbläserensemble unter der Leitung von Edgar Sterkel, gründete sich aus ehemaligen Mitgliedern des Sinfonischen Blasorchesters Hessen und der Kreismusikschule Limburg. Das Ensembles erarbeitete ein abwechslungsreiches, breit gefächertes und vielseitiges Programm und präsentiert es in besonderer Form und auf anspruchsvollem Niveau.

Die Besucher des Konzerts können sich auch auf den Meisterchor „Choramel“ aus Niedererbach freuen. Sascha Trumm, ehemaliger Domsingknabe, hat Ende 2008 die Leitung des Chors übernommen. Das breite musikalische Spektrum von Choramel umfasst die gesamte Palette der Chormusik – quer durch alle Epochen und Stilrichtungen.

Nach dem Konzert lädt der Chor Tonart Netzbach zum gemütlichen Beisammensein und gedanklichen Austausch in das evangelische Gemeindehaus ein. Für eine reibungslose An- und Abfahrt zur Rundkirche wird gesorgt. Karten für den dritten Klangzauber im Aartal gibt es ab sofort bei Dies & Das in Hahnstätten, bei allen Chormitgliedern und der Vorsitzenden Marion Adelmann per E-mail an marionadelmann@web.de.

 

Der Eintritt kostet im Vorverkauf 9 Euro, an der Abendkasse 10 Euro.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 24. Oktober 2013

Foto zu Meldung: Tonart bietet Klangzauber im Aartal

Ein emotionaler Moment, der Jahrhunderte erklingt

(22.10.2013)

Delegation aus der Kirchengemeinde Oberneisen in Karlsruhe

 

Von Redakteur

Uli Pohl

 

„Ob die Glocken gelungen sind, werden wir erst in zwei bis drei Wochen sehen – und hören.“ Mit diesen Worten beschloss Albert Bachert, Inhaber der Glockengießerei Bachert in Karlsruhe, den Guss von insgesamt neun Bronzeglocken. Drei davon sollen ab dem kommenden Frühjahr den Menschen in der Kirchengemeinde Oberneisen und der Umgebung nicht nur die Uhrzeit läuten, sondern sie über Jahrhunderte auf vielfache Art und Weise begleiten, so wie es die gusseisernen und im wahrsten Sinne des Wortes „angeschlagenen“ Vorgänger mit den Namen Glaube, Liebe und Hoffnung rund 90 Jahre lang getan haben.

Für die 39 Gemeindemitglieder aus Oberneisen, Netzbach und Lohrheim, die sich am Freitag auf den Weg in die seit 1725 im Familienbesitz befindliche Glockengießerei Bachert machten, war der Guss ein besonderer Moment voll andächtiger, spannungsgeladener und emotionaler Atmosphäre. Schließlich konnten sie das miterleben, wovon noch viele, viele Generationen nach ihnen zehren werden: Den Guss der drei neuen Glocken, die den Menschen in den kommenden Jahrhunderten ein Heimatgefühl vermitteln, sei es zu traurigen oder freudigen Anlässen, oder um einfach nur die Uhrzeit zu verkünden.

Beim Eintreffen der Delegation aus Oberneisen in Karlsruhe, warteten sieben bis acht Tonnen Bronze darauf, in die vorbereiteten und in Erde vergrabenen Glockenformen gegossen zu werden. Der rund 1000 Grad heiße Guss wurde über Kanäle und mittels Schieber zu den jeweiligen Formen geleitet. Christiane Bachert, Ehefrau des Firmeninhabers, beschrieb dazu die einzelnen Glocken in ihrer Größe und mit ihren Inschriften.

Eine Situation, die die Vorstellungskraft der Besucher aufs Äußerste forderte – schließlich verschwand die Bronze in neun Löchern in der vorbereiteten Erde, ohne dass am Ende ein fertiges Produkt zu sehen war. Das Ergebnis kommt in den nächsten Wochen ans Tageslicht. Am Freitag, 8. November, soll die größte und mit rund einer Tonne schwerste Glocke mit dem Namen Liebe ausgegraben werden. Auch diesen Moment will eine Abordnung aus der Kirchengemeinde Oberneisen nicht verpassen.

Über die Wintermonate bleiben die drei neuen Glocken zunächst in der Gießerei in Karlsruhe. Im März werden sie nach Oberneisen transportiert. „Es ist vorgesehen, Ende März mit dem Einbau der neuen Glocken zu beginnen. Am Palmsonntag 2014, 13. April, sollen sie zum ersten Mal erklingen“, berichtete Pfarrer Stefan Fischbach. „Dann werden zuvor etwa zwei Wochen keine Glocken läuten“, erklärte Fischbach weiter.

Mit dem Austausch der Glocken wird gleichzeitig auch der Glockenstuhl erneuert. Was mit dem alten Geläut geschieht, ist derzeit noch offen. „Sie bleiben uns auf jeden Fall erhalten. Sie besitzen für die Gemeinde einen hohen ideellen Wert. In welcher Form und wo sie künftig aufbewahrt oder genutzt werden, darüber wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden“, sagte Stefan Fischbach abschließend.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 22. Oktober 2013

Foto zu Meldung: Ein emotionaler Moment,  der Jahrhunderte erklingt

2014 läuten die neuen Glocken

(10.10.2013)

Fahrt zum Guss für das Geläut der Rundkirche Oberneisen

 

Die Erneuerung der in die Jahre gekommenen Glocken aus Eisenhartguss der Rundkirche in Oberneisen wird real. Am Freitag, 18. Oktober, werden die drei neuen Bronzeglocken in der Glockengießerei Bachert in Karlsruhe gegossen, zusammen mit Glocken für andere Gemeinden.

Eine begrenzte Anzahl von Gästen kann dem für die Gemeinden bedeutenden Ereignis beiwohnen. Für die Busfahrt nach Karlsruhe können sich noch Interessenten anmelden. Los geht es um 8 Uhr. Zusteigemöglichkeiten sind in Lohrheim am Dorfplatz, an der Turnhalle in Oberneisen und auf dem Dorfplatz in Netzbach. Nach einer individuellen Mittagpause in der Karlsruher Innenstadt geht es zum Glockengießen, wo die Gruppe nach einer Einführung in die Technik den Glockenguss direkt miterlebt. Die Rückkehr ist gegen 20 Uhr vorgesehen, der Fahrpreis beträgt 22 Euro pro Person, die Plätze werden nach Reihenfolge des Eingangs der Anmeldung im evangelischen Pfarramt Oberneisen, Hauptstraße 3, Tel. 06430/7006, vergeben. Anmeldeschluss ist Mittwoch, 16. Oktober, 12 Uhr. Der Einbau der Glocken ist für das kommende Frühjahr vorgesehen, die dazu nötigen Bauarbeiten sind bereits in der Planung. Seit 2011 wird das Projekt durch zahlreiche Spendenaktionen unterstützt. Dadurch ist der Glockenfonds innerhalb kurzer Zeit auf 99 000 Euro angewachsen. up

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 10. Oktober 2013, Seite 22

 

Foto: Für den Einbau der neuen Glocken muss das Mauerwerk des Turms geöffnet werden. Foto: Uli Pohl

Foto zu Meldung: 2014 läuten die neuen Glocken

Rocken für die Glocken bringt 3000 Euro

(20.08.2013)

Erfolgreiche Oldie-Disco in Oberneisen für das neue Geläut der Rundkirche – 300 Besucher genießen Atmosphäre

 

Von Redakteur Uli Pohl

 

Der vor wenigen Jahren nie erwartete Betrag in Höhe von 100 000 Euro rückt in greifbare Nähe. Dank der Benefiz-Oldie-Disco auf dem Bolzplatz in Oberneisen ist das Spendenbarometer der Finanzierung der neuen Glocken für die Rundkirche auf mehr als 97 000 Euro angewachsen. Rund 3000 Euro beträgt der Erlös aus der Party unter freiem Himmel, die jetzt etwa 300 Besucher anlockte.

 

Der Betrag setzt sich zusammen aus Spenden, die im Vorfeld der Disco von DJ Rolf Kahl gesammelt wurden. Für einen Betrag zugunsten des neuen Geläuts konnten sich Firmen, Privatleute oder Institutionen einen Wunschtitel für die Disco heraussuchen, der am Abend gespielt wurde. Damit wurde der Grundstock für die schließlich erreichte stolze Summe gelegt. Ergänzend dazu wünschten sich Besucher mit einer Spende am Partyabend weitere Oldies aus den 60er-, 70er- oder 80er-Jahren. Inklusive dem Erlös aus dem Verkauf von Getränken und Speisen kamen am Ende die rund 3000 Euro zusammen. Ein Betrag, der nicht nicht nur DJ Rolf Kahl stolz macht, sondern alle, die rund um die Oldie-Disco beteiligt waren.

 

Unterstützt durch einige freiwillige Helfer aus dem Ort, sorgte der Glockenausschuss aus der Kirchengemeinde Oberneisen für den äußeren Rahmen. Mit wenigen technischen Hilfsmitteln verpassten alle gemeinsam dem Bolzplatz eine passende und stimmungsvolle Atmosphäre. Den Verkauf der Speisen und Getränke organisierte die Boulegruppe, die sich immer dienstags und donnerstags zum gemeinsamen Spiel auf dem Dorfplatz trifft. Im Licht der Scheinwerfer tummelten sich die Besucher bis spät in die Nacht auf der Tanzfläche. Hits von Rockgrößen und -gruppen wie Queen, Deep Purple, Beatles, The Who und vielen anderen setzten die Gäste in Bewegung. Während zu Beginn des sommerlichen Abends nur die Füße mitwippten, kam wenig später die ganzen Körper in Schwung.

Für musikalische Abwechslung und Livemusik sorgten Nick Vincentz aus dem Einrich als Solist und Eberhard Biebricher aus Oberneisen, der gemeinsam mit Vincentz ein gelungenes Debüt ihres neuen musikalischen Projekts feierte. Bei allen Titeln, ob Live oder aus der „Konserve“, stand die Rockmusik im Mittelpunkt.

 

Die Resonanz auf die Oldie-Disco hat gezeigt, dass die Jugend von damals, die mit ihren Rockidolen aufgewachsen ist, noch längst nicht das Tanzen und Abrocken verlernt hat. Der Zuspruch war groß, Rufe nach einer Neuauflage der Oldie-Disco auf dem Bolzplatz wurden laut. Ob es diese jedoch gibt, lassen die Veranstalter offen.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 20. August 2013

Foto zu Meldung: Rocken für die Glocken bringt 3000 Euro

Himmlischer Glockenklang

(19.08.2013)

Oberneiser Oldie-Nacht stieß auf große Resonanz - Ohrwürmer am laufenden Band

 

Als der Berghäuser Barde Nick Vincentz gar den Vergleich mit Jamaica ansprach, stapelte er ein wenig hoch, doch die Stimmung hoch über Oberneisen war bei der Benefizveranstaltung für die neuen Glocken heiß: Oldies but Goldies ertönten den langen Abend aus den gewaltigen Boxen und versetzten rund 300 Gäste aus der gesamten Region in die gute alte Disco-Zeit der 60er- und 70er-Jahre.

 

Ja, es war ein Abend zum Träumen, Wippen, Mitsingen - die Besucher fühlten sich gleich in ihre Jugend mit den herrlichen Melodien zurückversetzt. Und einige wagten gar auf der grasigen Fläche vor dem Discowagen ein Tänzchen, die Damen in Grün schienen gar nicht müde zu werden.

Oldie-Fan Rolf-Peter Kahl (Flacht), einst begehrter Disc-Jockey vor allem im Taunus, hatte die Idee umgesetzt, zugunsten des Oberneiser Glockenfonds eine Disco wie eh und je zu veranstalten. Es war eine tolle Idee, schließlich kamen rund 350 Besucher, um einen lauschigen Abend zwischen Deep Purple und Queen zu genießen. Und auf der großen Wiesenfläche sah man viele, die vor 40 Jahren schon auf heimischen Tanzflächen wirbelten.

 

Trotz zahlreicher publikumswirksamer Konkurrenzveranstaltungen wurde Rolf Kahls Disco mit Begeisterung angenommen. Mitten im musikbegeisterten Volk tummelten sich zum Beispiel Volker Satony, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hahnstätten, die Ortsbürgermeister Peter Pelk (Oberneisen) und Horst Ackermann (Netzbach) sowie der Erste Beigeordnete der Stadt Diez, Frank Dobra. Sommerliche Temperaturen sorgten zudem zu Beginn zwischen Sonne auf der einen und Mond auf der anderen Seite für anheimelnde Atmosphäre, auch wenn sich zu angerückter Stunde die Nachtkühle bemerkbar machte. Trotzdem blieb die Stimmung heiß. Ein Abend zum Genießen.

 

Dafür sorgte nicht nur DJ Rolf mit seinen Oldies, die er mit interessanten Informationen präsentierte und mit denen er die Spendenfreudigkeit (über 2000 Euro) musikalisch honorierte, dafür sorgten auch der Berghäuser Barde Nick Vincentz und der Oberneiser Keyboarder Eberhard Biebricher. Als Solist sorgte Nick, der auch als Chef der „wilden Alten“ in der Region bestens bekannt ist und demnächst für zwei Monate nach South Carolina fliegt, für beste Unterhaltung, gipfelnd in dem Rolling-Stones-Hit „Sympathy for the devil“. Gemeinsam mit Eberhard Biebricher kam in einem weiteren Live-Act das Duo „Key West Music“ erstmals auf die Bühne und sorgte mit flotten Ohrwürmern für nächtlichen Spaß, so zum Beispiel mit „Spanish Harlem“ von Aretha Franklin.

Schon vor dem offiziellen Beginn - es war 19.30 Uhr - läuteten die Oberneiser Glocken die Veranstaltung ein, mit der das notwendige Nachfolgegeläut finanziert werden soll. 30 Minuten später dann das rockgewaltige Läuten von „Hells Bells“ (so auch der Name der Veranstaltung) von AC/DC. Und dann ging es los, wie man es in den Discos gewohnt war: Mit „1980 - F“ von „After the fire“, Eröffnungsmelodie in zahlreichen Tanzschuppen jener Zeit.

 

Jetzt hat sich Rolf-Peter Kahl nicht nur als Mitarbeiter unserer Zeitung in der Region einen Namen gemacht, sondern auch als DJ. Die Resonanz war durchweg positiv. So schrieb Lothar „Leo“ Labonte, Kommunalpolitiker aus Diez: „Wow, wenn auch manchmal das wilde Abrocken von damals sich an diesem Abend auf rhythmische Sitzgymnastik beschränkte, war es doch eine schöne und gelungene Veranstaltung.

Ich hoffe und wünsche, dass nun das Geläut der neuen Oberneiser Glocken um so schöner und vielleicht auch etwas rockiger klingen wird.

Volker Thamm, Nassauische Neue Presse

Artikel vom 19.08.2013

Foto zu Meldung: Himmlischer Glockenklang

Neue Glocken rücken in greifbare Nähe

(13.06.2013)

Fonds für Rundkirche Oberneisen hat 94 000 Euro-Marke erreicht

 

Von Redakteur

Uli Pohl

 

100 000 Euro sind für den Austausch der Glocken im Turm der Rundkirche in Oberneisen veranschlagt. Inzwischen ist das Spendenbarometer auf rund 94 000 Euro angewachsen. Mit dieser rasanten Entwicklung hatte der Glockenausschuss mit Beginn einer Benefizaktion für das neue Geläut im Sommer 2011 sicher nicht gerechnet. Standen damals etwa 40 000 Euro auf der Habenseite, verzeichnet das Spendenbarometer inzwischen mehr als die doppelte Summe. Der Auftrag für das Gießen und den Ersatz der drei Glocken mit den Namen „Glaube“, „Liebe“ und „Hoffnung“ ist bereits vergeben.

Der Zeitpunkt des Gießens ist zwar noch unklar, doch könnte der Einbau noch in diesem Jahr erfolgen. Der Ausschuss hatte sich ursprünglich zum Ziel gesetzt, bis 2019 dafür zu sorgen, dass die veranschlagten 100 000 Euro für neue Glocken aus dem Glockenfonds finanziert werden können. Nun, nach knapp zwei Jahren, ist die erhoffte Summe bereits nahezu erreicht. Alle Bürger, Vereine, Firmen oder andere Institutionen in der Kirchengemeinde Oberneisen, zu der auch die Orte Netzbach und Lohrheim zählen, waren aufgerufen, die Finanzierung mit Spenden oder Benefizveranstaltungen zu unterstützen. Die Resonanz war riesengroß. Ein Spende nach der anderen konnte auf dem Konto für den Glockenfonds verbucht werden. Statt um Geschenke für runde Geburtstage baten Bürger um Spenden für die Glocken. Zahlreiche Vereine aus den Orten initiierten Veranstaltungen, deren Erlös für die Glocken bestimmt war, oder stellten andere Beträge in den Dienst der Sache. „Hinzu kommt, dass wir im Haushalt der Kirchengemeinde sparsam gewirtschaftet haben“, fügt Pfarrer Stefan Fischbach hinzu.

In einer Gemeinschaftsaktion haben die Bürger aus der Kirchengemeinde, aber auch aus dem Umland dafür gesorgt, dass die drei neuen Glocken in der Rundkirche den Menschen an der unteren Aar weiter ein Stück Heimat geben. Die alten Glocken gehören seit 1923 zum Ortsbild. Ihre Schläge teilen Tag für Tag den Bürgern die Uhrzeit mit, und am Sonntag läuten sie den Gottesdienst in der Rundkirche ein. Nun sind sie in die Jahre gekommen und weisen starke Schäden auf. Die Anschlagstellen der Klöppel weisen deutliche Vertiefungen durch die Anschläge auf. Durch ein Drehen der Glocken konnte die Lebensdauer zwar etwas verlängert werden, doch ein Austausch wurde unausweichlich.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Donnerstag, 13. Juni 2013, Seite 22

Foto zu Meldung: Neue Glocken rücken in greifbare Nähe

Wiedersehen nach 50 Jahren in der Rundkirche in Oberneisen gefeiert

(04.06.2013)

Ein halbes Jahrhundert ist vergangenen, seit die Konfirmanden im Jahr 1963 in der Rundkirche in Oberneisen ihr Glaubensbekenntnis ablegten. Jetzt trafen sie sich bis auf wenige Ausnahmen wieder, um gemeinsam ihre Goldene Konfirmation zu feiern. Vor dem Gottesdienst mit Pfarrer Stefan Fischbach, gedachten die Jubilare aus Oberneisen, Netzbach und Lohrheim auf dem Friedhof ihrer bereit verstorbenen Mitkonfirmanden. Die Goldene Konfirmation feierten: Winfried Saueressig, Berthold Hölzel, Volker Schwenk, Berthold Dietrich, Hans-Jürgen Schönhaber, Peter Schleenbecker, Rolf Wick, Hannelore Zöller, Christel Keilholz, Ulrike Fuhr, Gudrun Herm, Anita Heß, Brigitte Dietrich, Evelyn Wilbert, Irmgard Gassmann, Sieglinde Schmidt, Edelgard Jüngst, Engellie Stern-Krecker und Christel Lenz

Foto: Uli Pohl

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Dienstag, 4. Juni 2013

Foto zu Meldung: Wiedersehen nach 50 Jahren in der Rundkirche in Oberneisen gefeiert

900 Euro für den Glockenfonds

(27.03.2012)

Pfarrer Stefan Fischbach, Sigi und Michael Friedrichs, Anke Isselbächer, Andre Peil und Martha Friedrichs, die Mitglieder des Oberneisener Glockenfonds, strahlten mit der untergehenden Sonne um die Wette: "Wir sind unserem gesteckten Ziel wieder einen kleinen Schritt nähergekommen!"

 

Trotz des traumhaften Sonntagswetters, das die Menschen scharenweise in die Natur lockte, war die Rundkirche in Oberneisen beim Beginn des Benefizkonzertes zugunsten des Glockenfonds überaus gut gefüllt. Und dieser Zustand wiederholte sich am Ende des Konzerts im Spendentopf, den die Glockenfonds-Mitglieder mit großer Spannung öffneten. Nach dem Auszählen durften sie einen Erlös von etwas mehr als 900 Euro verbuchen. Sie dankten allen Spendern, allen am Konzert beteiligten Sängerinnen, Sängern und Musikern und all den Personen, die in der vorbereitenden Organisation für das Konzert mitgeholfen hatten. "Wir wollen uns jetzt jedoch nicht zufrieden zurücklehnen, denn wir haben noch ein beträchtliches Stück zu gehen", umschrieb das Sammel-Sextett weitere Aktivitäten, die sie demnächst noch entfalten wollen. "Rund 60 000 Euro haben wir – rund 100 000 Euro brauchen wir", nannten sie eine klare Zielvorgabe. Spenden werden deshalb weiterhin gerne angenommen. Überweisung auf das Konto: 563 006 722; BLZ: 510 500 15; Empfänger: Evangelische Regionalverwaltung Rhein-Lahn-Westerwald; Stichwort: "Spende Glocken Kirchengemeinde (KGM) Oberneisen".

 

Foto: Der Jugendchor aus Niederneisen hatte beim Benefizkonzert in Oberneisen seinen letzten öffentlichen Auftritt. Mitte des Jahres löst er sich auf. (Kahl)

 

Quelle: Nassauische Neue Presse, 27.03.2012, Rolf-Peter Kahl

[Oberneiser Glockenfond]

Foto zu Meldung: 900 Euro für den Glockenfonds

Benefizkonzert für neue Glocken

(21.03.2012)

Der romanische Glockenturm der Kirche in Oberneisen stammt aus dem 12. Jahrhundert. Um ihn herum wurde von 1817 bis 1819 ein klassizistisches Kirchengebäude in Rundform gebaut, und seitdem gehört der "Dom des Aartals" zu den wenigen Rundkirchen nördlich der Alpen. Mit seinem mittig im Raum aufgestellten Altar ist er sogar einzigartig, so dass Historiker vom bedeutendsten Sakralbau des Klassizismus im Taunus sprechen.

 

Ausgerechnet die Glocken, die "jüngsten" Objekte der Kirche, bereiten den Mitgliedern der Kirchengemeinde seit geraumer Zeit große Sorgen. Denn die drei im Jahr 1923 im Harz gegossenen Eisenhartgussglocken mit den Namen Glaube, Liebe und Hoffnung haben ausgedient und sind nicht mehr verkehrssicher. "Die Glocken sind rein äußerlich stark korrodiert, sind ausgeschlagen und zeigen mehrfach Risse", sagte Pfarrer Stefan Fischbach vor etwas mehr als einem Jahr. Aufgrund der Verschleißerscheinungen im Guss prognostizierten die Fachleute eines Wartungsteams bereits 2007 eine Lebensdauer von "nur noch zehn Jahren", also bis 2017.

 

Nun schrillten in Oberneisen buchstäblich die "Alarmglocken". Mit Sigi und Michael Friedrichs, Martha Friedrichs, Anke Isselbächer, Pfarrer Stefan Fischbach und Andre Peil bildete sich ein "Glockenausschuss", und seitdem wird mit den unterschiedlichsten Aktionen, Veranstaltungen und Aufrufen für ein neues Geläut gesammelt. "Mit Besuchs- und Hochzeitsspenden, Eintrittsgelder bei Kirchenführungen oder Adventsaktionen, so mancher Kollekte oder dem Erlös von Konzerten ist es uns bereits gelungen knapp 60 000 Euro zusammenzubekommen", erzählt Andre Peil, das jüngste Mitglied des Ausschusses. Doch bei einem Preis von 100 000 Euro für drei neue Bronzeglocken, heißt es für den Ausschuss mit neuen Ideen weitere Geldquellen zu öffnen.

 

Eine solche Geldquelle soll bereits am kommenden Sonntag, 25. März, sprudeln. Dann findet unter der Beteiligung der "Holzheimer Schoppesänger", des Jugendchors Niederneisen, "2U-Hang trifft auf Flöte" und der Solisten Chris Ellis, Achim Köllen sowie Andreas Kurz ein Benefizkonzert in der Rundkirche statt. Veranstalter sind die evangelische Kirchengemeinde und der TV Niederrhein. Das Konzert, das von einem Fernsehteam aufgezeichnet wird, beginnt um 17 Uhr. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei, um Spenden für neue Glocken wird gebeten.

 

Foto: Für das Benefizkonzert am Sonntag rühren die Mitglieder des "Glockenfonds" derzeit kräftig die Werbetrommel. Rund 40 000 Euro fehlen noch für den Kauf neuer Bronzeglocken. Foto: Kahl

 

Quelle: Nassauische Neue Presse, 21.03.2012, Kahl

 

 

Benefizkonzert zu Gunsten des Glockenfonds

am 25.03.2012 um 17:00 Uhr

Konzert - EINTRITT FREI -


Mit folgenden teilnehmenden Künstlern:


-Holzheimer Schoppensänger
- Chris Ellis
- Jugendchor Niederneisen
- Achim Köllen
- 2U - Hang trifft auf Flöte

Es wird um eine Spende für den Glockenfonds gebeten. Das Konzert wird für's Fernsehen aufgezeichnet.

[Oberneiser Glockenfond]

Foto zu Meldung: Benefizkonzert für neue Glocken

Rundkirche bei Westerwald-TV

(08.12.2011)

Entdeckungstour von Westerwald-TV

WWTV zieht es wieder in den Rhein-Lahn-Kreis - das Ziel: die evangelische Kirche in Oberneisen

 

(Der Beitrag über Oberneisen befindet sich im hinteren Teil des Videos)

 

 

[Beitrag Rundkirche Oberneisen]

Foto zu Meldung: Rundkirche bei Westerwald-TV