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Neue Glocken sind im Turm angekommen


Bild zur Meldung: Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 26. März 2014, Seite 24



Die drei neuen Bronzeglocken der Rundkirche in Oberneisen sind an ihrem Bestimmungsort angekommen. Mittels Hebekran wurden sie gestern Vormittag in den Turm gehievt. Die alten Glocken aus Guss, die genau wie ihre Nachfolger die Namen Glaube, Liebe und Hoffnung tragen,

sind in Oberneisen zwischengelagert, bevor über ihren zukünftigen Standort entschieden wird. Angedacht ist es, jeweils eine in den drei Orten der Kirchengemeinde in Oberneisen, Netzbach und Lohrheim aufzustellen, um ihnen damit einen gebührenden Platz für die Nachwelt zu geben.

 

Die Ankunft der drei neuen Glocken verfolgten zahlreiche Zuschauer am Fuß der Rundkirche oder von den Fenstern ihre Häuser unterhalb des Kirchbergs. Während der Ausbau des alten Geläuts noch im dichten Nebel vollzogen wurde, schien beim Hochheben der neuen Glocken die Sonne. Denkwürdige Momente, die in die Geschichte der Aargemeinde eingehen. „Bis zum Palmsonntag soll die Montage der neuen Glocken abgeschlossen sein“, sagte Günter Wolf, zuständiger Architekt aus Hirschberg, der den Wechsel im Turm der Rundkirche bautechnisch betreut. Am Ostersonntag sollen Glaube, Liebe und Hoffnung zum ersten Mal läuten und den Menschen an der unteren Aar über die nächsten Jahrhunderte ein weiteres Stück Heimat geben, ganz in der Tradition ihrer Vorgänger. Bevor die Glocken am Ostersonntag ihre Premiere feiern, kommt es jedoch nach Abschluss der Montage zu einem Probeläuten.

„Es ist toll, dass die Menschen in den drei Kirchengemeinde sich mit den neuen Glocken identifizieren“, sagte Anke Isselbächer aus dem Glockenausschuss. Ein Zeichen dafür sei die große Resonanz auf die Zeremonie bei der Ankunft in den drei Orten der Kirchengemeinde gewesen. „In Zeiten, in denen viele Menschen der Kirche den Rücken zuwenden, erfahren wir einen Zuspruch, mit dem wir nicht gerechnet haben“, sagte sie weiter.

Einen wesentlichen Grund für diesen Zuspruch sieht der Glockenausschuss um Pfarrer Stefan Fischbach in der enormen finanziellen Unterstützung für die Glocken. Innerhalb weniger Jahre hatten Bürger durch verschiedene Aktionen die Investition von rund 100 000 Euro mit Spenden unterstützt. „Es sind jetzt ihre Glocken, die sie in den kommenden Jahren begleiten. Die Menschen hier haben einen großen Teil dazu beigetragen, dass sie ab Ostersonntag erklingen“, sagte Stefan Fischbach abschließend.

 

Quelle: Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Mittwoch, 26. März 2014, Uli Pohl

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