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Netzbacher Rat signalisiert Dialogbereitschaft


Bild zur Meldung: Netzbacher Rat signalisiert Dialogbereitschaft



In die Diskussion um die Finanzierung des Anbaus an die Kindertagesstätte Gänseblümchen in Oberneisen kommt Bewegung. Die Tagesstätte wird von den Kindern aus Oberneisen und Netzbach besucht. Hatte Netzbach bisher nur einen Zuschuss von 26 000 Euro der mit 340 000 Euro veranschlagten Gesamtkosten in Aussicht gestellt, soll nun im Dialog mit Oberneisen ein Kompromiss gesucht und auch gefunden werden.

 

Die in einer vorhergehenden Gemeinderatssitzung beschlossene Kostenbeteiligung von Netzbach in Höhe von 10 Prozent abzüglich der Zuschüsse wird von der Ortsgemeinde Oberneisen als zu niedrig angesehen. Oberneisen fordert von Netzbach ein Drittel Beteiligung an den Baukosten. Der Vertrag zwischen den beiden Ortsgemeinden regelt nur die Kostenaufteilung für die Betriebs- und Instandhaltungskosten. Eine Bewertung dieses Vertrages durch unabhängige Dritte helfe in der Frage des Kostenanteils bei einem Anbau nicht weiter. Oberneisen ist alleiniger Eigentümer des Gebäudes in dem die Kindertagesstätte untergebracht ist. Oberneisen agiert in der Bauplanung und Ausführung mit Zustimmung der Ortsgemeinde Netzbach federführend. Dies gilt auch für den geplanten Erweiterungsbau.

 

Vor dem Hintergrund der Gesamtsituation hat der Gemeinderat Netzbach nun beschlossen, Verhandlungen mit dem Gemeinderat in Oberneisen aufzunehmen, um eine für beide Gemeinden akzeptable Lösung zu finden. Dabei sei jedoch die Eigentümersituation zu berücksichtigen. Ortsbürgermeister Horst Ackermann, Marion Adelmann, Thomas Kettner und Bernhard Meyer aus dem Netzbacher Rat werden die Verhandlungen für die Ortsgemeinde Netzbach führen. Bei Gesamtkosten von 340 000 Euro für den Anbau ist ein Landeszuschuss in Höhe von bis zu 83 000 Euro zu erwarten. Der dazu notwendige Antrag ist gestellt. Die Neugestaltung der Tagesstätte beinhaltet einen zusätzlichen Gruppenraum mit Schlafraum und Sanitäranlagen. Der Anbau erfolgt in Richtung Kaltenbachstraße zum jetzigen Freizeitgelände hin. „Es wird noch ein hartes Stück Arbeit, bis für beiden Beteiligten eine zufriedenstellende Lösung gefunden ist“, kommentierte Ortsbürgermeister Horst Ackermann die Situation. In Oberneisen rechnet die Gemeinde in den kommenden Tagen mit der Baugenehmigung durch den Rhein-Lahn-Kreis.

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 18. April 2015, Uli Pohl 

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