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Richtfest am Anbau der Kindertagesstätte gefeiert


Bild zur Meldung: Vom Gerüst sprach Zimmermann Holger Weichel den Richtspruch, ehe nach altem Brauch ein Schnapsglas zertrümmerte. Foto: Uli Pohl



Nach doch etwas zähen Verhandlungen zwischen den beiden Ortsgemeinden Netzbach und Oberneisen im Vorfeld, einigten sich die Räte auf einen Vertrag zur Finanzierung und Nutzung des Anbaus an die Kindertagesstätte Gänseblümchen in Oberneisen. Die Netzbacher Kinder werden ebenfalls in Oberneisen betreut.

Im Juli unterzeichneten die beiden Ortsbürgermeister Peter Pelk (Oberneisen) und Horst Ackermann (Netzbach) diesen einvernehmlichen Vertrag, „mit dem beide Seiten gut leben können“, wie Ackermann betonte. Im September begannen die Arbeiten, jetzt wurde bereits das Richtfest gefeiert. Die Baukosten liegen bei insgesamt 360 000 Euro. Das Land übernimmt 83 000 Euro, der Rhein-Lahn-Kreis 10 500 Euro. Den größten Anteil in Höhe von 267 160 tragen die beiden Ortsgemeinden. Aufgeteilt nach Einwohnerzahl übernimmt Oberneisen zwei Drittel, ein Drittel zahlt Netzbach. Die Gesamtkosten belaufen sich somit auf insgesamt 360 660 Euro. Der Anbau der Kindertagesstätte war notwendig geworden, um Raum für eine zusätzliche Gruppe mit sieben Plätzen für Kinder unter drei Jahren zu schaffen. Zum jetzigen Stand wird der Kostenrahmen eingehalten.

Nach dem Richtspruch durch Zimmermann Holger Weichel dankte Peter Pelk den beteiligten Firmen für den bisher sehr zügigen Ablauf: „Wir hoffen, dass das so bleibt. Vielleicht können wir die für Mai nächsten Jahres geplante Eröffnung sogar etwas vorziehen.“ Nachdem der Anbau in Holz-Ständerbauweise errichtet wurde, folgte direkt im Anschluss das Dach. Pelk berichtete, dass in der nächsten Ratssitzung weitere Gewerke vergeben werden. Bis Dezember sollen die Fenster installiert und die Außenfassade abgedichtet werden. „Dann können wir in Ruhe und unabhängig von der Witterung den Innenausbau angehen“, sagte der Ortsbürgermeister. Im Anbau entstehen ein neuer Gruppen- und ein neuer Schlafraum, sanitäre Anlagen und ein Bistro, über das ein Zugang zum Altbau hergestellt wird. Der Anbau erhält auch einen separaten Eingang. Somit wird eine flexible Nutzung vorgehalten. Das Richtfest feierten die Gemeinden im Vorfeld des Martinsumzugs. Zahlreiche Bürger machten sich ein Bild über den Stand der Bauarbeiten. Die Kinder und Erzieherinnen der Kita bedankten sich für die flotte Arbeit der Firmen mit einem Handwerkerlied, bevor sie mit ihren Laternen durch die Straßen zogen. 

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Freitag, 13. November 2015, Seite 22, Uli Pohl

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