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Annette Blome beendet Vakanz


Bild zur Meldung: Annette Blome arbeitet ab 1. Juni als Pfarrerin in den Kirchengemeinden Oberneisen und Burgschwalbach. Foto: Uli Pohl



Im Pfarrhaus in Oberneisen arbeiten noch die Handwerker. Im Pfarrbüro wird eine Wand herausgebrochen, der Durchgang verändert. Die Wohnung steht seit dem Auszug von Pfarrer Stefan Fischbach im September vergangenen Jahres leer. Bald ist sie wieder mit Leben gefüllt. Annette Blome (36) arbeitet ab 1. Juni als Pfarrerin für die Kirchengemeinden Oberneisen und Burgschwalbach. Sie beendet die neunmonatige Vakanz in der pfarramtlichen Verbindung. Bis sie in das Pfarrhaus einzieht, vergehen allerdings noch zwei oder drei Monate. Erst muss das Pfarrhaus fertig sein. Bis dahin bleibt sie in ihrer jetzigen Bleibe in Strinz Margarethä wohnen und pendelt vom Hohensteiner Ortsteil an die Aar.

„Ich hoffe, dass ich mit positiver Neugierde empfangen werde“, freut sie sich auf ihre Tätigkeit als Pfarrerin in den beiden Kirchengemeinden. Sie ist dann evangelische Seelsorgerin für rund 1600 Gemeindemitglieder. Zum Kirchspiel Oberneisen zählen noch die Orte Netzbach und Lohrheim.

Nach ihrem Vikariat in Strinz Margarethä ist die Stelle in Oberneisen und Burgschwalbach ihre erste Station als Pfarrerin, das allerdings zur Probe. „Nach drei Jahren setze ich mich mit den Kirchengemeinden erneut an einen Tisch und entscheide, ob ich bleibe oder nicht“, berichtet Annette Blome. Aufgewachsen ist die 36-Jährige in Nordhessen. In Trendelburg, eine Kleinstadt im Landkreis Kassel, wurde sie geboren. Nach ihrem Abitur absolvierte sie zunächst eine Ausbildung zur Pharmazeutisch-Technischen Assistentin. „Danach habe ich mir überlegt, ob ich diesen Beruf mein ganzes Leben ausüben möchte. Ich habe gern mit Menschen zu tun, bin in einer kirchlich aktiven Familie aufgewachsen, und so entschied ich mich für ein Theologiestudium in Frankfurt“, berichtete Annette Blome im Gespräch mit der RLZ. Über Leipzig und Mainz, wo sie ihr kirchliches Examen ablegte, begann sie bei Pfarrer Jürgen Noack ihr Vikariat in Strinz Margarethä. Dort sammelte sie erste Erfahrungen in der kirchlichen Arbeit, unterrichtete in der Grundschule in Kettenbach, leitete Jugendgruppen und fand immer mehr Spaß „biblische Geschichten aufzuarbeiten“.

Nach einem Spezialvikariat von sechs Monaten in der Behindertenseelsorge in Wiesbaden, übernahm sie für ein Jahr eine Vertretungsstelle in Hohenstein-Breithardt. Oliver Albrecht, Propst für Süd-Nassau, wies sie auf die vakante Stelle in Oberneisen und Burgschwalbach hin. Sie interessierte sich, und es kam zu einem ersten Vorstellungstermin mit den Kirchenvorständen aus Oberneisen, Burgschwalbach, Dekan Christian Dolke und Oliver Albrecht. Sie entschied sich für die Stelle und unterzeichnete kürzlich ihren Vertrag. „Jetzt freue ich mich, dass ich in meiner ersten eigenverantwortlichen Gemeinde anfangen kann. Zunächst will ich die Gemeinden kennenlernen, mich mit ihr austauschen und dann gemeinsam festlegen, was möglich ist. Die Kirche muss offen sein und sich an den Bedürfnissen der Menschen ausrichten“, blickt sie in die ersten Monate als Pfarrerin. Im September erfolgt ihre offizielle Ordination. Eine weitere Aufgabe sei es, die beiden Kirchengemeinden Oberneisen und Burgschwalbach zusammenzuführen.

Neu für Annette Blome ist die Arbeit mit den drei Kindertagesstätten in Oberneisen, Burgschwalbach und Lohrheim, die sich in der Trägerschaft der Kirche befinden. „Das betrachte ich als Chance, neue Erfahrungen zu sammeln und mit den Menschen in Kontakt zu kommen“, sagt Annette Blome. Auch der Kontakt mit den Pfarrern in den Nachbargemeinden an der Aar ist ihr ein besonderes Anliegen.

 

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Freitag, 20. Mai 2016, Uli Pohl

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