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Pfarrerin macht im Aartal viele positive Erfahrungen


Bild zur Meldung: Auch wenn sie jetzt schon öfter in der Oberneiser Rundkirche gepredigt hat: Auf ihre Ordination als Pfarrerin in einer der eindrucksvollsten rheinland-pfälzischen Kirchen freut sich die junge Theologin ganz besonders. RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Di



Wenn Annette Blome am Samstag, 10. September, in der Rundkirche vonOberneisen ordiniert wird, hat sie die Region schon etwas kennen gelernt. Seit Juni ist die 36-jährige Theologin Gemeindepfarrerin für die evangelischen Kirchengemeinden Burgschwalbach undOberneisen, zu der auch Lohrheim und Netzbach gehören. Sie trat die Nachfolge von dem im September 2015 nach Nassau gewechselten Stefan Fischbach an.

Ihr erster Eindruck: „Die Leute sind total hilfsbereit.“ Es brauche natürlich etwas Zeit, die Menschen, Einrichtungen, Gemeindegruppen und Gegebenheiten kennen zu lernen, sagt Blome. Als „echte Perlen“ empfindet sie dabei die beiden Gemeindesekretärinnen, und hilfreiche Unterstützung erfahre sie von den beiden Kirchenvorständen, die die mehr als 1600 Evangelischen in den vier Ortschaften vertreten. Der Propst für Süd-Nassau, Oliver Albrecht, wird die Pfarrerin zur Anstellung ins Amt einführen und mit der Ordination für den Dienst in der evangelischen Kirche segnen.

Damit ist Blome an einem neuen Lebensabschnitt angelangt, der gar nicht sofort auf ihrer beruflichen Wunschliste stand, als sie in ihrer Heimat Trendelburg im Dreiländereck Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen ihr Abitur in der Tasche hatte. Zunächst absolvierte sie nämlich eine Ausbildung zur pharmazeutisch-technischen Assistentin (PTA) und arbeitete ein Jahr lang in einer Apotheke. „Immer Apotheke konnte ich mir dann aber auch nicht vorstellen.“ Ein kirchlich geprägtes Elternhaus und vor allem ein vierwöchiges Gemeindepraktikum im Grundstudium festigten ihren Entschluss, den Weg ins Pfarramt einzuschlagen: „Ich habe gemerkt, dass mir das unheimlich Spaß macht und ich es mir auch zutraue.“

So studierte sie in Frankfurt, Leipzig und Mainz Theologie, absolvierte ein Spezialvikariat in der Behinderten-Seelsorge und ihr Vikariat in Strinz Margarethä, einem Ortsteil von Hohenstein, wo sie bis zur fertigen Sanierung des Oberneiser Pfarrhauses auch noch wohnt.

Gerade ihre Erfahrungen in der Grundschule und im Konfi-Unterricht habe sie als große Bereicherung erfahren, nennt sie einen vieler positiven Aspekte des Pfarrberufs. „Außerdem kommt man als Pfarrerin mit vielen und vielfältigen Menschen zusammen.“ Es sei wichtig, in einer Pfarrerin jemanden zu haben, den man vertrauensvoll an der Lebensgeschichte teilhaben lassen kann: „Auch wenn dabei von ihr keine Lösung erwartet wird.“ Froh ist sie auch über das starke Engagement ihrer Aargemeinden in Erziehung und Bildung von Kindern. Gleich für drei Kindertagesstätten in Oberneisen, Burgschwalbach und Lohrheim ist die junge Pfarrerin jetzt zuständig.

„Erfahrungen weiterzugeben, ist doch so etwas Gutes, das Orientierung im Leben gibt!“ Wie arm wäre die Welt, geriete die biblische Erzählung von David und Goliath in Vergessenheit, hat sie ein Beispiel parat. Und dann muss sie den Kopf schütteln: „Wie kann man auf die Idee kommen, Lichterfest statt St. Martin feiern zu wollen? Es ist doch wichtig, teilen zu lernen, vor allem bei uns, die wir alles im Überfluss haben.“

Neben positiv neugierigen, hilfsbereiten, freundlichen Menschen hat Blome noch eine andere gute Seite an ihrer neuen und ersten Wirkungsstätte als Gemeindepfarrerin in den ersten drei Monaten entdeckt: „Die Landschaft hier ist wirklich schön!“ Für die Theologin, die nicht nur Musik mag, sondern auch gern wandert, also ein idealer Lebensraum. „Bei der Bewegung in der Natur bekommt man häufig die besten Ideen.“

Die Amtseinführung und Ordination von Annette Blome am Samstag, 10. September, in der evangelischen Rundkirche Oberneisen beginnt um 16 Uhr.

 

RZ Rhein-Lahn-Kreis (Ost) Diez vom Dienstag, 30. August 2016

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