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Nach Rohrbruch und Provisorium: Kita Oberneisen zieht in Container um

27.02.2019

Ende Dezember legte ein Wasserschaden in der Kita Gänseblümchen in Oberneisen den Betrieb lahm. Ein Bruch der Hauptzuleitung hatte dafür gesorgt, dass etwa 24 Stunden lang unkontrolliert Wasser ins Gebäude abgeflossen ist. Ab Mitte Januar konnte ein Teil der Kinder mit Erzieherinnen das Gemeindehaus von Oberneisen benutzen, andere fanden in der Kita in Burgschwalbach Platz. Das Dekanat Nassauer Land als Träger der Einrichtung, Kita-Leitung, Ortsgemeinde, Kirchengemeinde, die Verantwortlichen des Landesjugendamtes, der Kreisverwaltung, des Gesundheitsamtes nebst Landrat Frank Puchtler hatten um diese Übergangslösung gerungen. Doch das konnte nur eine Übergangslösung sein, da sich die Sanierung der Kita in Oberneisen als langwierig erwies. Da noch keine konkreten Angaben über die Dauer der Sanierung im stark beschädigten Gebäude gemacht werden konnten, entschlossen sich die Verantwortlichen für eine Container-Lösung, mit der am Mittwoch auf dem Platz an der Turnhalle begonnen wurde. Dort wurden 17 Container von Lastwagen gehoben, in denen die rund 50 Kinder der Kita Gänseblümchen nun ab Ende März wieder vor Ort betreut werden können. Die Gesamtfläche der Container beträgt rund 240 Quadratmeter. Sie bieten allen Komfort, sind klimatisiert und werden mit dem Einzug der Kinder mit sanitären Anlagen, Gruppen- und Schlafräumen ausgestattet sein. Wie Ortsbürgermeister Peter Pelk mitteilte, wird dort auch das Mittagessen – wie im Kita-Gebäude – in einer Küche zubereitet. „Der Platz an der Turnhalle bietet die nötige Infrastruktur mit Wasser-, Abwasseranschluss und Stromversorgung“, sagte Kita-Leiterin Anna Schwill. Das Gelände soll eingezäunt werden, um den Kindern auch die Möglichkeit zu bieten, sich im Freien aufzuhalten. „Außerdem ist das bestehende Kita-Außengelände in Reichweite, das wir trotz der Arbeiten nutzen können“, ergänzte Anna Schwill. Die Kosten für die Übergangslösung in den Containern trägt die Versicherung, die für den Schaden in der Kita aufkommt. Wann die Kinder wieder in ihre gewohnte Bleibe zurückkehren, ist weiter offen. „Wir hoffen, dass wir nach den Sommerferien wieder den Betrieb in der Kita aufnehmen können“, so Anna Schwill.

 

Gabriele Scholz, die Geschäftsführerin der evangelischen Kindertagesstätten in Trägerschaft des Dekanats Nassauer Land, sagte: „Wir hoffen, dass die Einrichtung der Container möglichst rasch und reibungslos erfolgt, damit die Kinder bald wieder gemeinsam an einem Ort betreut werden können.“ Bis dahin würden die Kinder noch im Gemeindehaus von Oberneisen und in der evangelischen Kita in Burgschwalbach beherbergt. Dank des Einsatzes aller Beteiligten klappe es in den Provisorien sehr gut, sagte Scholz und fügte an: „Ein großes Kompliment muss man dem Team und den Eltern machen, die nach dem Wasserschaden mit viel Einsatz und Verständnis an der Übergangslösung gearbeitet und sie mitgetragen haben.“

 

RLZ, 27.02.2019, Uli Pohl 

 

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