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Eigene Fantasiewelt als Roman niedergeschrieben

Oberneisen, den 26.09.2015

„Ich kann die Welt nicht entscheidend verbessern, aber eine eigene schaffen.“ Vor diesem Hintergrund begann Monika Janine Bernhardt vor 18 Jahren mit dem Schreiben eines Buchs. „Ich habe es eigentlich nur für mich geschrieben. Es war mich ein Ausgleich zum Alltag. Doch die Resonanz und Kritik nach Abschluss der Geschichte war so positiv, dass ich mich entschloss, den Abenteuerroman zu veröffentlichen“, berichtet die Autorin, die seit einigen Jahren in Oberneisen wohnt, in einem Gespräch mit der RLZ.

Jetzt ist ihr Buch im Verlagshaus El Gato erschienen. Es ist 768 Seiten stark und trägt den Titel „Sieben Namen für ein Leben“. Es erzählt die Geschichte einer Frau, die in einer mittelalterlich geprägten Welt in einem fiktiven Land namens Grana unter Rittern aufwächst, mit Mut und Herz ihrem Gewissen folgt und schließlich ihr eigenes und das Schicksal eines Landes in die Hand nimmt. In dem Roman finden sich Abenteuer, Romantik, Ritterehre, Selbstfindung und die Suche nach dem Sinn des Lebens. Monika Janine Bernhardt durchläuft mit ihrer Hauptdarstellerin Rianne in der mittelalterlichen Welt die Stationen des jungen Lebens ihrer Protagonistin, die sich auf ihre ganz eigene Art und Weise in einer männerdominierten Gesellschaft behauptet. Mit Mut, Respekt, Kameradschaft und viel Herz ist die junge Ritterin nicht nur auf der Suche nach ihren familiären Wurzeln und ihrem Liebesglück, auch das Schicksal ihres Heimatlandes und weiterer Völker steht auf dem Spiel. In der spannungsreichen Geschichte mit vielen Hoch- und Tiefpunkten schafft Monika Janine Bernhardt eine Verbindung zwischen Glück, Liebe, Familie, Freundschaft und Leben einerseits sowie Hass, Elend, Feindschaft und Tod andererseits.

Die Autorin wurde 1967 geboren und verbrachte ihre Kindheit in Nordhessen. Nach dem Abitur absolvierte sie ein Fachhochschulstudium in Baden-Württemberg und ließ sich nach dessen Abschluss aus beruflichen Gründen im Rhein-Main-Gebiet und später in Oberneisen nieder.

Schon in ihrer Jugend begann sie, kleinere Geschichten und Gedichte zu schreiben, um, wie sie von sich selbst sagt, den Bildern und Geschichten aus ihrem Kopfkino Ausdruck zu verleihen und sie zu erhalten. „Die Geschichte zu ,Sieben Namen für ein Leben' hatte ich irgendwann als roten Faden in meinem Kopf“, erinnert sie sich an die ersten Seiten, die sie noch in einem PC eintippte. Später stieg sie auf ein Notebook um. Um den roten Faden herum entstand im Lauf der Jahre eine komplexe Geschichte. Monika Janine Bernhardt kreierte ihre eigene Fantasiewelt. Es entstanden Städte, Landschaften und Personen, die sie nach und nach in ihre Geschichte einbaute. Sogar eine Landkarte des fiktiven Landes Grana wurde entwickelt.

Ihr liebster Schreibplatz war ein Sessel im Wohnzimmer. „Dort habe ich mich abends hingesetzt und geschrieben. Manchmal kam es vor, dass mein Mann am nächsten Morgen das Wohnzimmer betrat und ich immer noch schrieb“, erläutert sie ihre Leidenschaft, die sie nun mit dem Buch zum Ausdruck bringt. Dass sie mehrere Jahre benötigte, um ihre komplexe Fantasie niederzuschreiben, stört sie nicht: „Ich habe mir ja gar keinen Druck gemacht. Und irgendwann war es fertig. Das war schon ein sehr emotionaler Moment.“

Ihr Ehemann Frank Schmidtkowski war es, der als Erster die Geschichte lesen durfte. Bis dahin hütete die Autorin die Geschichte als ihr persönliches Geheimnis. Frank Schmidtkowski riet ihr, das Buch weiteren Testlesern zu geben. Die zeigten sich wie ihr Mann ebenfalls begeistert von dem Roman. Als sie daraufhin ihr Buch ihrem ehemaligen Deutschlehrer unterbreitete, zu dem sie über die Jahre Kontakt pflegte, kam der Durchbruch: „Der las die ersten 20 Seiten und rief mich an. Seine ersten Worte: ,Bring es heraus'.“ Ihr Mann leitete die Veröffentlichung in die Wege, schlug „Sieben Namen für ein Leben“ Verlagen vor. Zwei wollten es veröffentlichen. El Gato erhielt den Zuschlag.

Mehr über „Sieben Namen für ein Leben“ im Internet unter www.mjbernhardt.de

 

Rh.-Lahn-Ztg. Diez vom Samstag, 26. September 2015, Uli Pohl